Medienbericht Dokumente aus Trump-Razzia sollen ausländische Atomwaffengeheimnisse enthalten

In den beschlagnahmten Unterlagen aus Donald Trumps Privathaus befinden sich laut »Washington Post« hochsensible Informationen über die Streitkräfte eines anderen Landes – inklusive deren Nuklearwaffen.
Trumps Privathaus Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida

Trumps Privathaus Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida

Foto: Carolyn Kaster / AP

Ziemlich genau einen Monat ist die Razzia in Mar-a-Lago nun her. Und noch immer sind viele Fragen offen zu den Kisten voller Dokumente, die FBI-Ermittler aus dem privaten Anwesen von Ex-US-Präsident Donald Trump getragen haben. Die »Washington Post« meldet nun , dass zumindest ein Teil dieser Unterlagen Informationen über das Militär eines anderen Landes enthält.

Die Zeitung beruft sich dabei auf namentlich nicht genannte Quellen, die mit dem Stand der Ermittlungen vertraut sind. In dem sichergestellten Dokument sei es auch um die Atomwaffenbestände dieses Landes gegangen, die üblicherweise besonderer Geheimhaltung unterliegen. Aus dem Bericht der Zeitung geht nicht hervor, um welches Land es sich handelt. Unklar ist auch noch, wo genau in dem Anwesen in Florida die heiklen Papiere mutmaßlich gefunden wurden. Mar-a-Lago ist nicht nur Trumps Privathaus, sondern auch ein Klub, in dem zahlende Mitglieder ein und aus gehen.

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Aus den Informationen der »Washington Post« geht darüber hinaus hervor, dass in dem Sammelsurium an Papieren auch Informationen über streng geheime US-Operationen gefunden wurden. Diese Informationen waren demnach derart sensibel, dass nur ein äußert kleiner Kreis überhaupt Zugriff haben sollte. Dieser Kreis umfasst neben dem Präsidenten ausgewählte Kabinettsmitglieder und wenige Personen unmittelbar unter Kabinettslevel.

Die Bundespolizei FBI hatte Anfang August Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida durchsucht. Hintergrund war der Umgang Trumps mit Dokumenten aus seiner Amtszeit. Das FBI beschlagnahmte unter anderem mehrere als streng geheim eingestufte Dokumentensätze. Dass Ermittler das Haus eines Ex-Präsidenten durchsuchen, ist sehr ungewöhnlich. Trump kritisiert das Vorgehen der Behörden gegen ihn als politisch motiviert und wehrt sich mit einer Klage dagegen.

Dabei war schon kurz nach der Razzia unter anderem in der »Washington Post« der Verdacht geäußert worden, dass es bei der Durchsuchung auch um Dokumente mit Verbindung zu Atomwaffen gehen könnte. 

Viele Fragen offen – auch zu leeren Aktenordnern

Vor fünf Tagen hatte ein US-Gericht eine detaillierte Liste der vertraulichen Dokumente veröffentlicht. Demnach haben die Ermittler 33 Kisten mit mehr als 11.000 Regierungsdokumenten sichergestellt.

Aus dem Inventar geht hervor, dass von den Unterlagen und Fotos 18 als »streng geheim«, 54 als »geheim« und 31 als »vertraulich« eingestuft waren. »Streng geheim« ist die höchste Geheimhaltungsstufe, die für vertrauliche und sensible Informationen reserviert ist.

Außerdem wurden 90 leere Aktenordner gefunden, von denen 48 als »geheime« Verschlusssache gekennzeichnet waren. Offen ist, warum die Ordner leer waren oder ob Unterlagen fehlen könnten. Das vom Gericht veröffentlichte Dokument zeigt zudem, dass vertrauliche Dokumente teilweise wohl mit anderen Gegenständen wie Büchern, Zeitschriften und Zeitungsausschnitten vermischt waren.

jok
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