Wahlkampf in den USA Nächstes TV-Duell soll virtuell stattfinden - Trump droht mit Boykott

Die zweite Fernsehdebatte zwischen Donald Trump und Joe Biden soll virtuell stattfinden. Grund dafür dürfte die Corona-Infektion des Präsidenten sein. Doch Trump will an einem Onlineduell offenbar nicht teilnehmen.
Ende September standen sich Trump und Biden noch physisch gegenüber, bei der nächsten Debatte nur virtuell

Ende September standen sich Trump und Biden noch physisch gegenüber, bei der nächsten Debatte nur virtuell

Foto: Bloomberg / Bloomberg via Getty Images

Die beiden Kontrahenten um die US-Präsidentschaft sollen sich beim zweiten TV-Duell nur virtuell gegenüberstehen: Die Commission on Presidential Debates CPD gab bekannt, dass die zweite Fernsehdebatte zwischen US-Präsident Donald Trump und dem demokratischen Herausforderer Joe Biden in einer Art Town Meeting virtuell stattfinden wird. Trump indes will dieser Änderung nicht zustimmen: Der Wechsel zu einem virtuellen Format sei "inakzeptabel", sagte Trump am Donnerstag in einem Interview des Fernsehsenders Fox Business.

Die Debatte ist für den 15. Oktober angesetzt. Beim ersten Live-Duell Ende September waren sich die beiden Kandidaten noch persönlich gegenübergestanden. Kurz darauf wurde bekannt, dass Donald Trump sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Es ist unklar, ob Trump zum Zeitpunkt der Debatte bereits ansteckend gewesen sein könnte.

Trump wird weiter behandelt. Die Entscheidung der Kommission zu einem virtuellen Zweikampf muss im Zusammenhang mit der Erkrankung und einer möglichen Ansteckungsgefahr durch Trump gesehen werden. Denn die Kommission gab bekannt, es gehe darum, "die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten" bei der zweiten Debatte zu garantieren.

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Beim ersten Duell hatten sich Trump und Biden einen harten Schlagabtausch geliefert. Inhaltlich war es um die Coronakrise, den Supreme Court und die US-Wirtschaft gegangen. Auch über Rassismus, Diskriminierung und die Proteste in den Städten debattierten die Kontrahenten.

Statt TV-Duell plane Trump nun eine Veranstaltung vor Anhängern

Trumps Wahlkampfmanager Bill Stepien erklärte, anstatt des TV-Duells plane Trump nun eine Veranstaltung vor Anhängern. Das neue Format sei nur eine "traurige Entschuldigung", Biden zu helfen, behauptete er. "Die Sicherheit aller Beteiligten kann einfach gewährt werden, ohne eine Gelegenheit abzusagen, bei der Wähler die Kandidaten im Duell sehen können." Trump hätte vor der Debatte mehrmals negativ auf das Coronavirus getestet werden können, sagte er.

Am Mittwoch fand dann das TV-Duell der Vize-Kandidierenden, der Demokratin Kamala Harris und dem Republikaner Mike Pence, statt.

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Seitdem bekannt ist, dass der US-Präsident mit einer Covid-Infektion zu kämpfen hat, wurde diskutiert, inwiefern sich die Diagnose auf den nächsten geplanten TV-Termin auswirken könnte. Joe Biden sagte am Dienstag, dieser solle abgesagt werden, wenn Trump seine Covid-19-Erkrankung bis dahin nicht überwunden hat. "Ich denke, wenn er immer noch Covid hat, sollten wir keine Debatte haben", sagte Biden.

mst/dpa