»Wir haben erhebliche Beweise« Ermittlerin wirft Trump betrügerische Geschäftspraktiken vor

New Yorker Behörden ermitteln gegen den früheren US-Präsidenten. Nun hat Generalstaatsanwältin Letitia James erstmals einen Zwischenbericht veröffentlicht – und den Druck auf Donald Trump deutlich erhöht.
Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James

Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James

Foto:

BRENDAN MCDERMID / REUTERS

Die US-Justiz ermittelt gegen das Firmenkonglomerat des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Nun hat die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James einen Zwischenbericht  vorgelegt – und Trump wiederholt betrügerische Geschäftspraktiken vorgeworfen.

Ziel dieser Praktiken sei es gewesen, sich eine »Vielzahl von wirtschaftlichen Vorteilen« zu verschaffen, etwa Darlehen, Versicherungsschutz oder Steuerabzüge, schrieb die Demokratin am späten Dienstag in einer Mitteilung. Es sei das erste Mal, dass die Generalstaatsanwaltschaft so konkrete Vorwürfe gegen Trumps Unternehmen erhob, berichtet die »New York Times«.

Darüber hinaus bat James das Gericht, die Vorladungen von Trump sowie von zwei seiner Kinder – Ivanka und Donald Jr. – zu erzwingen, damit diese in den laufenden zivilrechtlichen Ermittlungen gegen die Trump Organization unter Eid aussagen. »Bislang haben wir im Rahmen unserer Ermittlungen erhebliche Beweise aufgedeckt, die darauf hindeuten, dass Donald J. Trump und die Trump Organization mehrere Vermögenswerte falsch und in betrügerischer Absicht bewertet und diese Werte gegenüber Finanzinstituten zum wirtschaftlichen Vorteil falsch dargestellt haben«, teilte James weiter mit.

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Trumpsche Verzögerungstaktiken

Bereits im Dezember hatte James eine Vorladung an Trumps Kinder geschickt. Auch Trump selbst ist vorgeladen, bisher aber nicht erschienen.

Ihre jüngsten Schritte seien eine Reaktion auf den Versuch des Ex-Präsidenten, sie daran zu hindern, ihn und zwei seiner Kinder unter Eid zu befragen, sagte James. Seit mehr als zwei Jahren habe die Trump Organization versucht, die Ermittlungen unter anderem mit Verzögerungstaktiken auszubremsen, teilte die Generalstaatsanwältin weiter mit.

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Im Dezember etwa war Trump gerichtlich gegen James vorgegangen. Trump hat die Ermittlungen immer wieder als »Hexenjagd« bezeichnet.

Bei den umfassenden Ermittlungen geht es unter anderem um den Verdacht, dass Trumps Firma falsche Angaben zum Wert ihrer Immobilien gemacht hat. »Donald Trump, Donald Trump Jr. und Ivanka Trump waren alle eng in die fraglichen Transaktionen involviert, daher werden wir ihre Versuche, sich der Aussage in dieser Untersuchung zu entziehen, nicht tolerieren«, teilte James über Twitter mit. »Niemand in diesem Land kann sich aussuchen, ob und wie das Gesetz auf ihn zutrifft.«

mrc/dpa
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