Sarah Huckabee Sanders Trumps Ex-Sprecherin will Gouverneurin in Arkansas werden

Einst verteidigte Sarah Huckabee Sanders als Pressesprecherin Donald Trumps Politik, nun will sie selbst in ihrem Heimatstaat Arkansas regieren. In einem Wahlvideo umwarb sie Anhänger ihres früheren Chefs.
Die ehemalige Trump-Sprecherin Sarah Huckabee Sanders im Press Briefing Room des Weißen Hauses (Foto von 2018)

Die ehemalige Trump-Sprecherin Sarah Huckabee Sanders im Press Briefing Room des Weißen Hauses (Foto von 2018)

Foto: Pablo Martinez Monsivais/ dpa

Donald Trumps Zeit in der US-Politik ist fürs Erste vorbei, nach der Amtsübergabe an Joe Biden hat sich der ehemalige US-Präsident auf sein Anwesen Mar-a-Lago zurückgezogen. Doch Anhängerinnen und Getreue aus der Trump-Ära planen bereits für die Zukunft. Nun hat Trumps frühere Sprecherin Sarah Huckabee Sanders angekündigt, für das Gouverneursamt in ihrem Heimatbundesstaat Arkansas zu kandidieren.

In ihrer Bewerbungsrede wurde deutlich, dass Sanders Trumps Anhänger hofiert. »Alles, was wir an Amerika lieben, steht auf dem Spiel«, sagte Sanders in Anspielung auf die Ablösung des Republikaners Trump durch den Demokraten Biden im Weißen Haus.

»Und mit der radikalen Linken, die jetzt die Kontrolle über Washington hat, ist Ihre Gouverneurin Ihre letzte Verteidigungslinie.« In ihrer Bewerbungsrede für die Wahl 2022 versprach sie, gegen »Sozialismus und Tyrannei« zu kämpfen und sich für Religionsfreiheit und das Recht auf Waffenbesitz einzusetzen.

Die siebenminütige Rede veröffentlichte Sanders auf Twitter. Am Ende ruft sie zu einer Spendensammlung für ihren Wahlkampf auf.

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Sanders' Ansprache erinnerte in weiten Teilen an frühere Trump-Reden. Die 38-Jährige sagte, sie habe es in ihrer Zeit als Trump-Sprecherin mit den Medien und der radikalen Linken aufgenommen, »und ich habe gewonnen«. Sie fügte hinzu: »Als Pressesprecherin des Weißen Hauses musste ich mir nie Sorgen machen, dass die radikale Linke und ihre Verbündeten bei CNN oder der ›New York Times‹ mich definieren, weil ich einen Schöpfer habe, der das bereits getan hat.« Dem christlichen Sender CBN hatte Sanders Anfang 2019 gesagt, sie glaube, Gott habe gewollt, »dass Donald Trump Präsident wird«.

Sanders war von Juli 2017 bis Ende Juni 2019 Sprecherin des Weißen Hauses und eine der loyalsten Trump-Mitarbeiterinnen. Sie war auf dem Posten immer wieder in die Kritik geraten, weil sie Trumps Unwahrheiten weiterverbreitete und dessen Angriffe auf Journalisten nicht verurteilte.

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Trump hatte unliebsame Berichte als »Fake News« und kritische Medien als »Feinde des Volkes« verunglimpft. Er hatte Sanders ermutigt, sich um das Gouverneursamt in Arkansas zu bewerben, das bereits ihr Vater Mike Huckabee 1996 bis 2007 innehatte.

mrc/dpa
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