Vorwürfe gegen Donald Trump Fotos sollen zerrissene Dokumente in Toiletten des Weißen Hauses zeigen

Donald Trump soll Unterlagen zerrissen und im WC heruntergespült haben – diese Anschuldigung gibt es schon länger. Bisher dementiert der Ex-US-Präsident. Doch nun sind Bilder aufgetaucht.
Weißes Haus in Washington

Weißes Haus in Washington

Foto: Michael Reynolds / EPA-EFE / REX

Donald Trump war bekannt dafür, als US-Präsident immer wieder offizielle Dokumente zu zerreißen, obwohl diese laut einem Gesetz aufbewahrt werden müssen. Bestimmte Unterlagen soll er sogar in Toiletten geworfen und heruntergespült haben. Bisher hatte Trump diese Darstellungen stets zurückgewiesen. Jetzt liegen Bilder vor, die den Vorgang bestätigen sollen.

Die Fotos zeigen mehrere Toilettenschüsseln, in denen Papierstücke schwimmen. Auf diesen sind Aufzeichnungen zu erkennen, die Trumps Handschrift stark ähneln. Zudem scheinen sie in dem dunklen Filzstift geschrieben zu sein, den der ehemalige Präsident oft und gern verwendet. Mindestens eine der Toiletten soll sich im Weißen Haus befinden.

Die US-Seite Axios hat die Bilder veröffentlicht . Sie wurden demnach der Journalistin Maggie Haberman zugespielt, die für die »New York Times« immer wieder Skandale rund um Trump aufdeckt. Im Oktober erscheint ihr Buch »Confidence Man« über die Trump-Präsidentschaft. Es enthält auch die Toilettengeschichte, deren Details schon im Februar durchgesickert waren. Mehrfach seien Toiletten durch die Papierreste verstopft worden, hieß es.

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Das Trump-Lager hatte damals alle Vorwürfe zurückgewiesen, Fotos waren noch nicht zirkuliert. Auch jetzt sprach ein Vertreter des Republikaners von einer »Fabrikation« mit politischem Hintergrund. Dabei ist hinreichend bekannt, dass Trump immer wieder Unterlagen zerrissen und weggeworfen hat. Angestellte hatten die Papiere danach aus dem Mülleimer gefischt und zur Archivierung weitergeleitet.

Das US-Nationalarchiv ist für die Aufbewahrung von Unterlagen früherer Präsidenten zuständig. Es erklärte, nach Trumps Auszug aus dem Weißen Haus im Januar 2021 zerrissene und wieder zusammengeklebte, aber auch nicht reparierte Dokumente erhalten zu haben.

Razzia des FBI in Mar-a-Lago

Auf den nun verbreiteten Fotos ist kaum zu erkennen, was genau auf den Dokumenten geschrieben steht. In einem Fall allerdings lässt sich eindeutig der Name Stefanik ausmachen. Elise Stefanik, republikanische Abgeordnete aus dem Bundesstaat New York, gilt als potenzielle Anwärterin auf den Posten der Vizepräsidentin, sollte Trump 2024 erneut zur Wahl antreten.

Am Montagabend war bekannt geworden, dass das FBI das Anwesen des früheren Präsidenten in Florida durchsucht hat. Wie der »Guardian« berichtet , begann der FBI-Einsatz gegen 18 Uhr (Ortszeit). Er könne womöglich damit zusammenhängen, dass Trump nach seiner Präsidentschaft unrechtmäßig Dokumente des Weißen Hauses mit nach Mar-a-Lago genommen habe, zitiert der »Guardian« eine namentlich nicht genannte Person, die mit den Vorgängen vertraut sei.

jok
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