Erkrankter US-Präsident Trump will noch am Montag das Krankenhaus verlassen

"Ich fühle mich richtig gut!" Per Twitter hat der US-Präsident bekannt gegeben, dass er noch heute das Militärkrankenhaus verlassen werde. Die Gefahr durch das Virus spielte Trump erneut herunter.
US-Präsident Donald Trump am Sonntag bei einer Ausfahrt vor dem Walter-Reed-Militärkrankenhaus

US-Präsident Donald Trump am Sonntag bei einer Ausfahrt vor dem Walter-Reed-Militärkrankenhaus

Foto: CHERISS MAY / REUTERS

US-Präsident Donald Trump wird voraussichtlich noch im Verlauf des Montags das Krankenhaus verlassen. Das schrieb der US-Präsident auf Twitter. Demnach sei seine Entlassung für 18.30 Uhr (Ortszeit) geplant. Er fühle sich sehr gut. Zudem gab er seinen Anhängern noch mit auf den Weg, "keine Angst" vor dem Coronavirus zu haben: "Ich fühle mich besser als vor 20 Jahren", twitterte Trump. Unter der seiner Regierung seien "großartige Medikamente und Kenntnisse" entwickelt worden.

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Der US-Präsident hat nur drei Nächte im Walter-Reed-Militärkrankenhaus verbracht. Trumps Arzt Sean P. Conley hatte bereits am Sonntag die Möglichkeit der baldigen Entlassung ins Gespräch gebracht. Trump könnte im Weißen Haus weiter behandelt werden, wo es einen Krankenhaustrakt gibt. "Wir sind weiterhin optimistisch, dass er im Laufe des Tages ins Weiße Haus zurückkehren kann", hatte bereits Stabschef Mark Meadows dem Sender Fox News am Montag gesagt. Trump habe einen "unglaublichen Fortschritt" gemacht, sagte Meadows mit Blick auf den Gesundheitszustand des Präsidenten.

Zuvor hatte es teils widersprüchliche Angaben zu Trumps Gesundheitszustand von seinem Leibarzt, Sean P. Conley, gegeben. Dieser hatte zunächst ausweichend auf die Frage reagiert, ob der US-Präsident zumindest zeitweise eine Sauerstofftherapie gebraucht habe. Erst am Sonntag bestätigte Conley, dass die Sauerstoffwerte des Präsidenten am Freitagmorgen gefallen seien. Zuvor hatten mehrere US-Medien darüber berichtet. Trump sei zusätzlich mit Sauerstoff versorgt worden, so Conley. Der Präsident sei jedoch ziemlich sicher gewesen, die Therapie nicht zu brauchen.

Nachdem Unterstützer des Präsidenten seit Tagen immer wieder vor dem Krankenhaus zusammengekommen waren, hatte er ihnen am Sonntag einen Besuch abgestattet. Aus einem schwarzen SUV heraus winkte Trump seinen Fans am Sonntag in Bethesda nördlich von Washington zu, wie auf einem Video auf Twitter zu sehen war. Der Zwischenfall sorgte für massive Kritik: Trump habe die Leibwächter, die mit ihm im Auto unterwegs waren, für seinen PR-Auftritt einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt.

Auch auf diese Kritik hat Trump inzwischen reagiert - natürlich ebenfalls per Twitter: Er habe sich nur bei seinen Fans und Unterstützern bedanken wollen, die Stunden vor gar Tage vor dem Krankenhaus gestanden hätten. Falls er das unterlassen hätte, hätten die Medien behauptet, er sei "unhöflich", schrieb Trump.

mfh/pgo
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