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Mary Trump über ihren Onkel Donald "Eine schreckliche Tat folgt auf die nächste - das ist schon seit seiner Jugend so"

Ihr Onkel ist der US-Präsident - sie nennt ihn einen Lügner und Betrüger. Nicht mal der Tod des eigenen Bruders habe ihn berührt, sagt Mary Trump im SPIEGEL-Gespräch.
Ein Interview von Marc Pitzke
aus DER SPIEGEL 32/2020
Autorin Trump: "Ich war am Boden zerstört"

Autorin Trump: "Ich war am Boden zerstört"

Foto:

Peter Serling/ Simon & Schuster/ ZUMA Wire

Es gibt eine Reihe von Enthüllungsbüchern über Donald Trump. Doch kaum eines sorgte in den USA so sehr für Furore wie jenes von Mary Lea Trump, der einzigen Nichte des US-Präsidenten. Trump, 55, kennt den Präsidenten seit ihrer Kindheit, ihr Vater Fred Trump Jr., Donald Trumps älterer Bruder, starb 1981. Heute ist Mary Trump promovierte Psychologin. In "Zu viel und nie genug: Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf" schildert sie, wie Donald Trump schon als Kind lernte, zu lügen und zu betrügen. In den USA verkaufte sich das Buch bereits mehr als 1,4 Millionen Mal. Nun erscheint es auf Deutsch.

SPIEGEL: Ms Trump, Sie nennen Donald Trump in Ihrem Buch den gefährlichsten Mann der Welt. Wie meinen Sie das?

Trump: Das Zusammenspiel seiner Pathologien und seiner Macht ist äußerst gefährlich. Jeder Mann oder jede Frau in dieser Position ist potenziell gefährlich. Aber mein Onkel hat eindeutig nicht die intellektuelle Kapazität oder die Impulskontrolle, als dass man ihm vertrauen könnte.

SPIEGEL: Was ging Ihnen durch den Kopf, als er 2016 zum Präsidenten gewählt wurde?

Trump: Ich war am Boden zerstört. Auf merkwürdige Weise nahm ich es persönlich. Früher war ich stolz auf meinen Nachnamen, weil er einfach cool klang. Nun hörte ich den Namen andauernd in Zusammenhang mit einer Person, die all diese schrecklichen Dinge tut. Es fühlte sich an wie Körperverletzung.

SPIEGEL: Wie war es, als eine Trump aufzuwachsen?

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