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Medienberichte Polizei will Trump offenbar den Waffenschein abnehmen

Ein verurteilter Straftäter darf in New York keine Waffen besitzen – das gilt auch für Donald Trump. Laut CNN und NBC gehen die Behörden daher nun gegen den Ex-US-Präsidenten vor.
Donald Trump (in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida)

Donald Trump (in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida)

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Eva Marie Uzcategui / Getty Images

Noch stehen eine Berufung und vor allem das Strafmaß aus. Doch die Verurteilung in New York vom vergangenen Donnerstag hat für Donald Trump nun offenbar bereits Folgen. Wie die US-Sender CNN  und NBC  berichten, steht der Republikaner vor dem Verlust seines Waffenscheins in New York City.

CNN beruft sich dabei auf einen namentlich nicht genannten Polizeivertreter. Demnach stehe »die Abnahme des Waffenscheins sehr wahrscheinlich bevor«. Als verurteilter Straftäter darf Trump keine Waffe besitzen.

Wie die Sender weiter berichten, war der Schein schon mit Trumps Anklage im Frühjahr 2023 ausgesetzt worden. Dies hatte damals allerdings keine Schlagzeilen gemacht. Zwei von drei registrierten Waffen aus Trumps Besitz seien den New Yorker Polizeibehörden übergeben worden. Eine dritte ist laut den Medienberichten legal nach Florida transportiert worden.

Laut CNN besitzt Trump seit mehr als einem Jahrzehnt eine Erlaubnis, um verdeckt Waffen zu tragen. Dies galt demnach auch für seine Amtszeit im Weißen Haus. Er genießt, wie alle US-Präsidenten, Personenschutz durch den Secret Service.

Andere Verfahren vorerst eingefroren

Am 30. Mai war Donald Trump in einem Schweigegeldverfahren in New York in allen 34 Anklagepunkten schuldig gesprochen worden.  Das Strafmaß soll am 11. Juli verkündet werden. Von einer Geldstrafe über Hausarrest bis zu Gefängnis scheint alles möglich – auch wenn eine Haftstrafe von vielen Experten als eher unwahrscheinlich angesehen wird.

Trump selbst hat Verfahren und Urteil immer wieder als politisch motivierte »Hexenjagd« abgetan. Zugleich beschert ihm sein juristischer Ärger einen erheblichen Zuwachs an Wahlkampfspenden.

Er kann zudem noch gegen die Entscheidung in Berufung gehen, sein Anwalt hatte einen entsprechenden Schritt bereits angekündigt. Derzeit laufen zudem noch drei weitere Verfahren, die allerdings alle entweder ganz pausieren oder nur extrem langsam voranschreiten. Trumps Taktik dürfte darauf abzielen, jegliche Entscheidung bis nach der Wahl hinauszuzögern.

jok