US-Präsident Trump bricht Pressekonferenz ab - offenbar wegen Schüssen vor Weißem Haus

Vor dem Amtssitz des US-Präsidenten hat es offenbar einen Schusswaffenvorfall gegeben. Ein Termin von Donald Trump wurde abrupt beendet und das Weiße Haus kurzzeitig abgeriegelt.
Donald Trump wird über den Vorfall vor dem Weißen Haus informiert

Donald Trump wird über den Vorfall vor dem Weißen Haus informiert

Foto: KEVIN LAMARQUE/ REUTERS

US-Präsident Donald Trump hat eine Pressekonferenz im Weißen Haus am Montag nach nur wenigen Minuten zunächst ohne Erklärung verlassen. Der Vorfall ereignete sich, nachdem ein Mitarbeiter seines Teams ihm etwas ins Ohr flüsterte. Mitarbeiter der Secret Service brachten ihn aus dem Raum, das Weiße Haus wurde nach Angaben des US-Senders CNN kurzzeitig komplett abgeriegelt.

Hintergrund ist offenbar ein Schusswaffenvorfall vor dem Weißen Haus. Nach kurzer Zeit kehrte Trump in den Briefingraum zurück und erklärte, außerhalb seines Amtssitzes habe der Secret Service auf eine Person geschossen. Während des kurzzeitigen Lockdowns sei er in das Oval Office gebracht worden.

Polizeieinsatz vor dem Weißen Haus

Polizeieinsatz vor dem Weißen Haus

Foto: CARLOS BARRIA/ REUTERS

Nach Angaben des US-Präsidenten war die Person bewaffnet und wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Trump führte den Termin mit Journalisten nach wenigen Minuten fort. "Sie waren überrascht, ich war überrascht, und ich denke auch, dass das ziemlich ungewöhnlich war", sagte er weiter.

Der US-Präsident lobte die Arbeit des Secret Service rund um das Weiße Haus. Er fühle sich sehr sicher und habe keine Sekunde daran gedacht, nicht wieder in den Presseraum zu kommen. "Sehe ich aufgewühlt aus?", fragte er rhetorisch nach einer entsprechenden Frage eines Medienvertreters. Abgesehen von der bewaffneten Person sei niemand verletzt worden. Ein vollständiger Bericht zu dem Vorkommnis werde folgen, so Trump.

Im Juni musste Trump im Bunker unter dem Amtssitz Schutz suchen

Erst vor etwas mehr als zwei Monaten hatte es schon einmal eine Sicherheitsmaßnahme des Secret Service gegeben, um den Präsidenten vor einer potenziell gefährlichen Situation zu bewahren. So hatte er Anfang Juni zeitweise in einem unterirdischen Bunker des Weißen Hauses Schutz vor Protesten an der Regierungszentrale gesucht. Das berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend aus Trumps Umfeld.

Demonstranten hatten sich damals vor dem Weißen Haus versammelt, einige von ihnen stießen Barrikaden um, Flaschen und Steine flogen. Nach etwas weniger als einer Stunde habe Trump den Bunker wieder verlassen können, hieß es in US-Medien. Trump selbst versuchte später, wohl auf sein Image bedacht, den Aufenthalt als Routineinspektion des Bunkers abzutun. Diese Darstellung wurde in zahlreichen US-Publikationen allerdings als äußerst unrealistisch bewertet.

jok/Reuters/AP
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