US-Bundesstaat Wisconsin Trump startet neuen Anlauf im Kampf gegen Wahlausgang

Zwei Monate nach der US-Wahl will Trump eine Niederlage gegen Biden nicht eingestehen. Nun versucht er erneut, die Auszählung im Bundesstaat Wisconsin anzufechten – auch wenn sich das Wahlergebnis nicht ändern würde.
Donald Trump behauptet nach wie vor, dass er durch massiven Betrug bei der US-Wahl um den Sieg gebracht worden sei

Donald Trump behauptet nach wie vor, dass er durch massiven Betrug bei der US-Wahl um den Sieg gebracht worden sei

Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS / AFP

Die Anwälte von US-Präsident Donald Trump haben einen neuen Versuch unternommen, das Ergebnis der Präsidentenwahl im US-Staat Wisconsin anzufechten. Trumps Wahlkampfteam habe einen Antrag beim Supreme Court in Washington eingereicht, um eine Entscheidung des Obersten Gerichts in Wisconsin zu kippen, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung.

Die dortigen Richter hatten Anfang Dezember mehrheitlich abgelehnt, eine Klage zu verhandeln, mit der Trumps Anwälte unter anderem erreichen wollten, dass mehr als 220.000 per Post eingeschickte Stimmzettel in der Zählung nicht berücksichtigt werden. Trumps Anwalt Jim Troupis behauptet, dass, wenn die Klage – wie vom Trump-Lager gefordert – verhandelt werden würde, dies den Ausgang in Wisconsin ändere.

Ein Sieg Trumps in Wisconsin hätte allerdings nichts am Wahlausgang verändert. Der Demokrat Joe Biden hat die Wahl insgesamt mit klarem Abstand gewonnen.

Bislang räumt Trump seine Niederlage aber nicht ein und sagt, dass er durch massiven Betrug um den Sieg gebracht worden sei. Weder Trump noch seine Anwälte legten stichhaltige Beweise für diese Behauptungen vor. Dutzende Klagen des Trump-Lagers wurden bislang von Gerichten abgeschmettert.

cop/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.