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350-Millionen-Geldstrafe Trucker wollen sich weigern, New York zu beliefern – wegen Trump-Urteils

Als Antwort auf das jüngste Gerichtsurteil gegen Trump haben einige Lkw-Fahrer einen Boykott verkündet. Ab heute wollen sie New York meiden. Der Hashtag »Boycott NYC« bekam auf X tausendfache Reaktionen.
Boykottaufruf von Lkw-fahrenden Trumpanhängern: »Boycott NYC«

Boykottaufruf von Lkw-fahrenden Trumpanhängern: »Boycott NYC«

Foto: Go Nakamura / REUTERS

Lkw-Fahrer, die den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump unterstützen, haben zu einem Boykott der Stadt New York aufgerufen, wie das Nachrichtenmagazin »Independent « berichtet. Damit wollen sie ihren Unmut gegen ein Urteil zum Ausdruck bringen, das ein New Yorker Gericht über den Ex-Präsidenten verhängt hatte.

»Trucker sind (95%) Trump«, schrieb der Nutzer Chicago1Ray auf X, vormals Twitter. »Ich habe in der letzten Stunde über Funk mit Fahrern gesprochen«, sagte der Nutzer in einer Videobotschaft, die ihn mit Sonnenbrille und Trump-Cap zeigt. Die Trucker würden ab Montag damit beginnen, keine Waren mehr an New York City auszuliefern. »Ich weiß nicht, wie sehr sich dieser Aufruf im Land verbreitet, oder wie viele Trucker sich anschließen. Aber ich sage euch was: Ihr werdet es verdammt noch mal herausfinden.«

Das Video scheint einige Aufmerksamkeit erregt zu haben. Am Sonntagmorgen war der Hashtag »Boycott NYC« auf X tausendfach erwähnt worden. Wie viele Trucker sich tatsächlich der Protest-Aktion anschließen, blieb zunächst unklar.

Anlass für die Wut der Trucker ist das jüngste Gerichtsurteil gegen Trump, das den ehemaligen US-Präsidenten in New York zu einer Zahlung von mehr als 350 Millionen Dollar (etwa 325 Millionen Euro) verurteilt. Zudem war es Trump für drei Jahre lang untersagt worden, Unternehmen im Bundesstaat New York führen.

»Wie wäre es mit einem dreijährigen Boykott des Staats?«

»Sie haben Präsident Trump für drei Jahre untersagt, Geschäfte in New York zu machen«, schrieb auch ein anderer Nutzer auf X und schlug vor: »Wie wäre es mit einem dreijährigen Boykott des Staats?«

Trump selbst hatte nach dem Richterspruch erneut scharf gegen Staatsanwaltschaft und Richter ausgeteilt und von »Heuchelei« gesprochen. Der ganze Prozess sei Teil einer von seinem Nachfolger Joe Biden angeordneten »Hexenjagd« gegen ihn, behauptete der 77-jährige Republikaner am vergangenen Freitag. Er werde in Revision gehen und gewinnen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, 13.000 Menschen hätten "#Boycott NYC" aufgegriffen. Mit dem Hashtag wurde tausendfach interagiert, von wie vielen Menschen ist jedoch unklar. Wir haben die Stelle präzisiert.

eru/dpa