Trump greift US-Demokraten an "Sie versuchen, die Wahl zu stehlen"

Präsident Trump zweifelt die Legitimation der Wahl an. In den sozialen Medien erhebt er schwere Vorwürfe gegen seinen Kontrahenten. Twitter versieht seinen Post mit einem Warnhinweis.
US-Präsident Trump

US-Präsident Trump

Foto: Evan Vucci / AP

Es dürfte noch lange dauern, bis feststeht, wer der nächste Präsident der Vereinigten Staaten wird. Zu eng gestaltet sich das Rennen um den Einzug ins Weiße Haus. (Verfolgen Sie die Entwicklung im Liveticker.) In der Nacht (Ortszeit) meldete sich Amtsinhaber Donald Trump zu Wort – wie so oft via Twitter.

Trump reklamierte für sich ein starkes Ergebnis. "Aber sie versuchen, die Wahl zu STEHLEN", schrieb Trump. "Wir werden sie das niemals tun lassen." Stimmen dürften nicht nach Schließung der Wahllokale eingereicht werden. Im Bundesstaat Ohio werden etwa Stimmen noch gezählt, die bis zum 13. November eingegangen sind.

Trumps Attacke richtet sich offensichtlich gegen die Demokraten seines Herausforderers Joe Biden. Der US-Präsident hatte in der Vergangenheit mehrfach über mögliche Wahlmanipulationen schwadroniert, jedoch keine Beweise dafür vorgelegt.

Trump-Tweet mit Twitter-Warnung

Trump-Tweet mit Twitter-Warnung

Foto: Donald Trump / Twitter

Trump und Biden liefern sich bei der Wahl einen harten Kampf, in einer Reihe von Schlüsselstaaten war der Ausgang der Wahl offen. Erwartet wurde, dass sich die Auszählung länger hinzieht, weil diesmal besonders viele Wähler per Brief gewählt hatten. Analysten zufolge dürfte die Mehrheit der Briefwähler für Biden stimmen. 

Unmittelbar nach Trumps Tweet versah der US-Onlinedienst Twitter die Äußerung mit einem Warnhinweis. "Einige oder alle der Inhalte, die in diesem Tweet geteilt werden, sind umstritten und möglicherweise irreführend in Bezug auf die Beteiligung an einer Wahl oder einem anderen staatsbürgerlichen Prozess", hieß es – auch auf Deutsch – in der Twitter-Warnung.

Trump-Konkurrent Biden hatte zuvor vor Anhängern gesagt, er sei "auf Kurs, die Wahl zu gewinnen".

Für den Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl muss ein Kandidat mindestens 270 der insgesamt 538 Wahlleute gewinnen, die auf Ebene der Bundesstaaten vergeben werden.

kev/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.