Zusage nicht eingehalten Ausschuss zu Kapitol-Sturm lädt Freundin von Trump-Sohn vor

Kontakt zu Schlüsselpersonen, Gelder für die Kundgebung gesammelt: Kimberly Guilfoyle soll zu den Ereignissen des 6. Januar 2021 aussagen. Eine erste Möglichkeit ließ sie verstreichen.
Sonderausschuss über Kimberly Guilfoyle: »Wir erwarten von ihr, dass sie sich an das Gesetz hält und kooperiert«

Sonderausschuss über Kimberly Guilfoyle: »Wir erwarten von ihr, dass sie sich an das Gesetz hält und kooperiert«

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OCTAVIO JONES / REUTERS

Ein Untersuchungsausschuss in den USA versucht herauszufinden, welche Rolle Donald Trump und sein Umfeld beim Angriff auf das Kapitol am 6. Januar 2021 spielten. Dazu hat das Gremium nun die Freundin von Trump-Sohn Donald Jr., Kimberly Guilfoyle, vorgeladen.

Dem Sonderausschuss des Repräsentantenhauses lägen Beweise vor, wonach Guilfoyle in direktem Kontakt mit Schlüsselpersonen gestanden habe und Gelder für die Kundgebung unmittelbar vor der Erstürmung des Kapitols gesammelt habe, so das Gremium. Daher habe man von der 52-Jährigen Unterlagen angefordert und sie zu einer Aussage vorgeladen. Ihre ursprüngliche Zusage für ein freiwilliges Interview habe Guilfoyle nicht eingehalten.

»Wir erwarten von ihr, dass sie sich an das Gesetz hält und kooperiert«, hieß es vonseiten des Sonderausschusses. Das Gremium hat bereits mit Dutzenden Zeugen gesprochen – einige Vorgeladene verweigern aber jegliche Zusammenarbeit. Trumps einstiger Chefstratege Steve Bannon muss sich deshalb nun vor Gericht verantworten. Das Gleiche droht Trumps ehemaligem Stabschef Mark Meadows.

Trump-Anhänger hatten Anfang Januar 2021 gewaltsam das Kapitol gestürmt, während der Kongress dort zusammengekommen war, um den Ausgang der Präsidentschaftswahl zu zertifizieren. Trump hatte seine Unterstützer kurz zuvor bei einer Kundgebung damit aufgewiegelt, dass ihm der Wahlsieg gestohlen worden sei. Fünf Menschen kamen ums Leben, darunter ein Polizist.

tfb/dpa