+++ Trumps Corona-Infektion +++ US-Präsident will bald wieder auf Wahlkampftour

Mit der Rückkehr ins Weiße Haus schaltet Donald Trump wieder in den Kampfmodus: Die Umfragen zur Wahl seien "Fake". Auch das zweite TV-Duell mit Herausforderer Biden könnte wie geplant stattfinden. Der Überblick.
Donald Trump setzte bei der Rückkehr ins Weiße Haus seine Maske ab

Donald Trump setzte bei der Rückkehr ins Weiße Haus seine Maske ab

Foto: ERIN SCOTT / REUTERS

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Aktienmärkte nach Trumps Rückkehr ins Weiße Haus leicht im Plus

10.35 Uhr: Die Corona-Infektion von US-Präsident Donald Trump hatte sich auf die internationalen Aktienmärkte ausgewirkt - Analysten fürchteten, dass die politische Unsicherheit weiter zunimmt. Nun, nachdem Trump ins Weiße Haus zurückkehrte, haben die Märkte wieder leichte Gewinne erzielt.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) in Frankfurt am Main legte zum Handelsstart am Dienstag um 0,03 Prozent zu. In Paris betrug der Zuwachs 0,11 Prozent. In Tokio schloss der Nikkei mit 0,52 Prozent im Plus. An der New Yorker Wall Street hatten die Kurse bereits am Montag wieder im Plus gelegen.

Mit Pathos zurück ins Weiße Haus - Donald Trumps große PR-Show

9.48 Uhr: Donald Trump ist aus dem Walter-Reed-Militärhospital zurück, und das mit einem riesigen PR-Spektakel. Wie er da aus dem Helikopter steigt, die Stufen zum Weißen Haus hinauf, und oben gleich die weiße Maske in die Tasche packt und salutiert - es ist eine reine Wahkampf-Show.

"Lassen Sie es nicht Ihr Leben bestimmen", sagt Trump über das Coronavirus, "haben Sie keine Angst." Sätze, mit denen sich Trump als der starke Anführer inszeniert, dem das Virus angeblich nichts anhaben kann. Für Angehörige der 215.000 Menschen, die in den USA mit Covid-19 starben, müssen sie wie Hohn klingen.

Sehen Sie im Video Trumps Rückkehr ins Weiße Haus - die große Inszenierung:

DER SPIEGEL

Medienbericht: Weißes Haus blockiert offenbar strengere Impfstoff-Richtlinien

04.50 Uhr: Führende Mitglieder der US-Regierung verhindern laut der "New York Times ", dass in den USA auf Bundesebene strengere Regeln für einen im Notfallverfahren genehmigten Corona-Impfstoff eingeführt werden. Der Zeitung zufolge wäre es mit entsprechenden Richtlinien so gut wie ausgeschlossen, dass ein Impfstoff vor der Präsidentenwahl am 3. November zugelassen wird.

Wie die "NYT" berichtet, soll in dem Streit zwischen der zuständigen Behörde FDA und dem Weißen Haus nun ein unabhängiges Expertenkomitee die neuen Richtlinien prüfen. Gesundheitsexperten fürchten, dass die fehlende Freigabe neuer, strengerer Richtlinien durch das Weiße Haus das öffentliche Vertrauen in einen sicheren und effektiven Impfstoff schmälert.

US-Präsident Trump hofft dagegen auf die schnellstmögliche Zulassung eines Vakzins. Er hatte die Fertigstellung eines Impfstoffes wiederholt versprochen und könnte das Krisenmanagement seiner Regierung durch eine Freigabe vor der Wahl in ein besseres Licht rücken.

Plexiglas soll beim TV-Duell von Pence und Harris für Schutz sorgen

04.05 Uhr: Eine Scheibe aus Plexiglas soll beim TV-Duell der US-Vizepräsidentschaftskandidaten am Mittwoch die Demokratin Kamala Harris und den Republikaner Mike Pence trennen - und das Corona-Ansteckungsrisiko verringern.

Die Trennwand werde auf der TV-Duell-Bühne in Salt Lake City aufgestellt werden, sagte ein Mitarbeiter in Harris' Wahlkampfteam am Montag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP. Zunächst hatte das US-Zeitung "Politico" berichtet, die für die Organisation der Präsidentschaftsdebatten zuständige Kommission habe die Maßnahme bewilligt. Auch der Abstand zwischen Harris und Pence soll auf vier Meter vergrößert werden.

Trump fordert "keine Angst" vor dem Coronavirus

03.20 Uhr: In einer ersten Videobotschaft aus dem Weißen Haus hat der US-Präsident die Bevölkerung aufgerufen, dem Coronavirus nicht zu viel Macht über das eigene Leben einzuräumen. "Gehen Sie raus, seien Sie vorsichtig", sagte Trump.

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Er habe während seines Krankenhausaufenthaltes viel über das Coronavirus gelernt. "Eine Sache ist sicher: Lassen Sie sich davon nicht dominieren. Haben Sie keine Angst davor. Sie werden es besiegen", sagte der Präsident. Die USA hätten die beste medizinische Ausstattung und die besten Mediziner, sagte Trump mit Verweis auf die vermeintlichen Erfolge seiner Regierung bei der Bekämpfung der Pandemie.

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Erneut sagte Trump, er habe sich zuletzt so gut gefühlt, wie seit langer Zeit nicht mehr. "Als Ihr Anführer musste ich das tun, ich wusste, dass eine Gefahr dabei ist, aber ich musste es tun", sagte Trump. Womöglich sei er nun immun gegen das Virus.

Republikaner wollen Richterin Barrett um jeden Preis bestätigen

01.40 Uhr: Ungeachtet der Corona-Infektion von US-Präsident Donald Trump und mehrerer positiv getesteter Senatoren wollen die Republikaner die nominierte Richterin für den Supreme Court, Amy Coney Barrett, wie geplant bestätigen.

Der republikanische Senator für Wisconsin, Ron Johnson, sagte laut der Nachrichtenagentur AP, er würde in einem "Raumanzug" ins Kapitol gehen, sollte er zur Abstimmung am 29. Oktober immer noch positiv auf das Coronavirus getestet werden. Der Republikaner Tom Cotton, Senator für Arkansas, sagte, es gebe eine lange Tradition, kranke Senatoren zu wichtigen Abstimmungen "heranzufahren".

Trumps hatte die Nominierung von Barrett als Nachfolgerin von Ruth Bader Ginsburg am Supreme Court bei einer Zeremonie im Rosengarten des Weißen Hauses verkündet. Die Veranstaltung gilt als Übertragungsort für zahlreiche inzwischen bestätigte Corona-Infektionen.

US-Präsident will Wahlkampf bald wieder aufnehmen

01.10 Uhr: Donald Trump will in Kürze wieder in den US-Präsidentschaftswahlkampf einsteigen. "Werde bald wieder auf Wahlkampftour sein", schrieb Trump unmittelbar vor Verlassen des Militärkrankenhauses Walter Reed auf Twitter.

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"Die Fake-Medien zeigen nur gefälschte Umfragen", schrieb der Präsident zudem mit Bezug auf aktuelle Prognosen zur Wahl am 3. November. Diese sehen Trump zum Teil bis zu zehn Prozentpunkte hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden. Noch aus dem Krankenhaus hatte Trump etliche Wahlkampfslogans verbreitet.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete indes unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Sprecher Trumps, der Präsident wolle am 15. Oktober auch am zweiten geplanten TV-Duell mit Joe Biden teilnehmen.

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Der frühere Vizepräsident Biden hatte die bevorstehende Entlassung Trumps bereits zuvor kommentiert. "Jetzt, wo Präsident Trump damit beschäftigt ist, Wahlkampfnachrichten zu tweeten, möchte ich ihn bitten, dies zu tun: Hör auf die Wissenschaftler. Unterstütze Masken. Unterstütze Maskenvorschriften im ganzen Land", schrieb Biden auf Twitter. Biden hatte Bereitschaft für ein zweites TV-Duell mit Trump signalisiert.

Marine One vor dem Weißen Haus gelandet

00.55 Uhr: Der US-Präsident ist nach einem kurzen Flug mit dem Helikopter Marine One vor dem Weißen Haus gelandet. Trump ging anschließend die Stufen zu einem Balkon aus eigener Kraft. An einer Balustrade angekommen, nahm er die Gesichtsmaske ab und winkte.

Trump hat Walter-Reed-Krankenhaus verlassen

00.39 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat das Walter-Reed-Militärkrankenhaus nördlich von Washington nach dreitägiger Behandlung wegen seiner Covid-Erkrankung verlassen. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Trump mit einem Mund-Nasen-Schutz in den Präsidentenhelikopter Marine One einstieg.

mst/fek/Reuters/dpa/AFP
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