Zur Ausgabe
Artikel 8 / 66
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Abzug von US-Truppen aus Deutschland Grenell nimmt Rache an Merkel

US-Präsident Trump will Soldaten aus Deutschland abziehen. Treibende Kraft hinter dem Manöver ist der ehemalige Botschafter Richard Grenell. Doch es schwächt vor allem die USA selbst.
aus DER SPIEGEL 25/2020
US-Botschafter Grenell 2019: "Vertreter einer feindlichen Macht"

US-Botschafter Grenell 2019: "Vertreter einer feindlichen Macht"

Foto: KLAUS-DIETMAR GABBERT / DPA

Die Abzugspläne des Weißen Hauses für 9500 der rund 35000 US-Soldaten in Deutschland sind maßgeblich durch den früheren US-Botschafter Richard Grenell forciert und nach übereinstimmenden Angaben aus der amerikanischen und deutschen Regierung in einer kleinen Runde von Präsident Donald Trump, seinem Sicherheitsberater Richard O’Brien und Grenell ausgeheckt und beschlossen worden. Das State Department wurde nicht in den Planungsprozess eingebunden und vor vollendete Tatsachen gestellt.

Der frühere Außenminister Sigmar Gabriel rät der Bundesregierung dazu, die Abzugspläne gelassen zu nehmen. Nach SPIEGEL-Informationen hat die Bundesregierung intern die Linie auszugeben, erst mal abzuwarten. Man wolle weder wütend noch weinerlich reagieren, heißt es, ein Schaukampf und öffentliche Wortgefechte seien genau das, was Trump wolle.

Lesen Sie hier die ganze Geschichte:

Wenn US-Botschafter ihren Posten in der deutschen Hauptstadt verlassen, gibt es für gewöhnlich zum Abschied einen großen Bahnhof und großes Bedauern. Barack Obamas Botschafter Philip Murphy, mietete dafür 2013 sogar das Berliner Olympiastadion. Er und viele seiner Vorgänger sind Deutschland bis heute eng verbunden.

Doch seitdem Ende Mai in Berlin die Nachricht die Runde machte, dass Donald Trumps Botschafter Richard "Ric" Grenell seinen Posten vorzeitig verlassen wird, herrscht kaum verhohlene Freude. Die Reaktionen schwanken zwischen Häme und Erleichterung. "Einen Akt ausgesprochener Freundlichkeit" nennt der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) den Abgang Grenells. Trump müsse ja wohl doch etwas für die Deutschen übrighaben, frotzelt er.

Jetzt weiterlesen mit SPIEGEL+

Jetzt weiterlesen. Mit dem passenden SPIEGEL-Abo.

Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen – von Reportern aus aller Welt. Jetzt testen.

  • Alle Artikel auf SPIEGEL.de frei zugänglich.

  • DER SPIEGEL als E-Paper und in der App.

  • Einen Monat für 1,- € testen.

Einen Monat für 1,- €
Jetzt für 1,- € testen

Sie haben bereits ein Digital-Abonnement? Hier anmelden

Weiterlesen mit SPIEGEL+

Mehr Perspektiven, mehr verstehen.

Freier Zugang zu allen Artikeln, Videos, Audioinhalten und Podcasts

  • Alle Artikel auf SPIEGEL.de frei zugänglich

  • DER SPIEGEL als E-Paper und in der App

  • DER SPIEGEL zum Anhören und der werktägliche Podcast SPIEGEL Daily

  • Nur € 19,99 pro Monat, jederzeit kündbar

Sie haben bereits ein Digital-Abonnement?

SPIEGEL+ wird über Ihren iTunes-Account abgewickelt und mit Kaufbestätigung bezahlt. 24 Stunden vor Ablauf verlängert sich das Abo automatisch um einen Monat zum Preis von zurzeit 19,99€. In den Einstellungen Ihres iTunes-Accounts können Sie das Abo jederzeit kündigen. Um SPIEGEL+ außerhalb dieser App zu nutzen, müssen Sie das Abo direkt nach dem Kauf mit einem SPIEGEL-ID-Konto verknüpfen. Mit dem Kauf akzeptieren Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärung.

Zur Ausgabe
Artikel 8 / 66
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.