USA Trump erklärt Verhandlungen über neues Corona-Hilfspaket für gescheitert

Bis zur Wahl am 3. November will der US-Präsident nicht weiter mit den Demokraten über das Corona-Hilfspaket sprechen. Die Wall Street reagierte prompt.
Wall Street: An der New Yorker Börse rutschten die Aktienkurse umgehend in die Tiefe, als bekannt wurde, dass Trump ein Hilfspaket für gescheitert erklärt

Wall Street: An der New Yorker Börse rutschten die Aktienkurse umgehend in die Tiefe, als bekannt wurde, dass Trump ein Hilfspaket für gescheitert erklärt

Foto: CARLO ALLEGRI / REUTERS

US-Präsident Donald Trump hat die Verhandlungen mit den oppositionellen Demokraten für ein neues Corona-Hilfspaket vorerst für gescheitert erklärt. Trump schrieb auf Twitter, er habe seine Unterhändler angewiesen, die Gespräche bis zur Präsidentschaftswahl am 3. November einzustellen. An der New Yorker Börse gaben die Aktienkurse teils um 1,5 Prozent nach.

Die Demokraten und Trumps Republikaner hatten seit Wochen um ein neues Hilfspaket gerungen, um Bürger und Wirtschaft angesichts der verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie zu unterstützen. Oppositionsführerin Nancy Pelosi telefonierte zuletzt wiederholt mit Finanzminister Steve Mnuchin. Die Demokraten verlangten allerdings deutlich mehr Mittel, als die Republikaner und das Weiße Haus zusagen wollten.

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Trump warf Pelosi vor, sie habe 2,4 Billionen Dollar gefordert, um von den Demokraten "schlecht regierte" Bundesstaaten mit hohen Kriminalitätsraten finanziell zu sanieren. Der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses sei es gar nicht um den Kampf gegen das Coronavirus und dessen wirtschaftliche Auswirkungen gegangen. Seine Regierung habe dagegen ein "sehr großzügiges" Angebot von 1,6 Billionen Dollar vorgelegt.

Trump schrieb auf Twitter weiter, er werde die Präsidentschaftswahl am 3. November gewinnen - und unmittelbar danach ein neues Konjunkturpaket auflegen. In Umfragen liegt der Amtsinhaber derzeit hinter seinem Herausforderer Joe Biden von den Demokraten.

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Pelosi kritisierte Trump für den Abbruch der Gespräche scharf. Trump zeige einmal mehr sein "wahres Gesicht" und setze sich "auf Kosten des Landes an erste Stelle", erklärte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses am Dienstag. "Im Weißen Haus herrscht eindeutig komplette Unordnung."

"Indem er von den Coronavirus-Gesprächen wegläuft, stellt Präsident Trump unter Beweis, dass er unwillens ist, das Virus zu zerstören", erklärte Pelosi weiter. Trump zeige seine "Verachtung" für die Wissenschaft und die "Helden" der Arbeitswelt.

kfr/AFP
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