Vorwurf der Verleumdung Trump will 475 Millionen Dollar Schadensersatz von CNN

Es ist der nächste Rechtsstreit für Donald Trump: Der frühere US-Präsident geht juristisch gegen den Nachrichtensender CNN vor. Der habe bei ihm »Schmerz, Demütigung und seelische Qualen« verursacht.
Trump während einer Debatte der US-Republikaner im Dezember 2015; ausgerichtet wurde sie damals von CNN

Trump während einer Debatte der US-Republikaner im Dezember 2015; ausgerichtet wurde sie damals von CNN

Foto: Robyn Beck / AFP

Der frühere US-Präsident Donald Trump wirft dem Nachrichtensender CNN Verleumdung vor – und will mit einer Klage eine Schadensersatzzahlung in dreistelliger Millionenhöhe erreichen. Trumps Anwälte reichten am Montag bei einem Gericht im Bundesstaat Florida eine entsprechende Klageschrift ein. Darin heißt es, der Sender habe versucht, seinen massiven Einfluss als angeblich vertrauenswürdige Nachrichtenquelle zu nutzen, um ihn zu diffamieren und »politisch zu besiegen«. Diese Verleumdungskampagne habe sich in den vergangenen Monaten nur noch verschärft, »weil CNN befürchtet, dass der Kläger 2024 für das Amt des Präsidenten kandidieren wird«.

Als Teil »konzertierter Bemühungen«, das politische Gleichgewicht nach links zu kippen, habe CNN Trump in skandalöser Weise etwa als »Rassisten« oder als »russischen Lakaien« bezeichnet und mit Hitler verglichen. Auf etwa zwei Dutzend Seiten sind in der Klageschrift entsprechende Beispiele aufgeführt. Gefordert wird Schadensersatz in Höhe von 475 Millionen Dollar, das sind umgerechnet etwa 483 Millionen Euro. Zur Begründung schrieben die Anwälte, die CNN-Berichterstattung habe für Trump Rufschädigung, »Schmerz, Demütigung und seelische Qualen« verursacht.

CNN hat sich bisher nicht zu der Klage geäußert.

Medien, die kritisch über ihn berichten, verunglimpft Trump regelmäßig als lügnerisch (»fake news«) und als »Feinde des Volkes«. Seit Monaten befeuert der Republikaner Spekulationen, dass er bei der Präsidentschaftswahl 2024 für seine Partei erneut als Kandidat antreten könnte. Jedes Vorgehen gegen ihn, auch diverse juristische Auseinandersetzungen mit offiziellen Stellen, stellt er als Versuch seiner politischen Gegner dar, ihn an einer Kandidatur zu hindern.

Trump muss sich derzeit an mehrere Fronten gleichzeitig gegen unterschiedliche Justizbehörden und Zivilklagen wehren. Einen Überblick sowie weitere Hintergründe dazu können Sie hier nachlesen .

aar/dpa
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