Alle News zu Trumps Corona-Infektion am Samstag Weiterer Top-Republikaner hat Corona

Chris Christie beriet den US-Präsidenten vor dem TV-Duell gegen Joe Biden. Jetzt ist er positiv auf das Coronavirus getestet worden. Und: Der Senat verschiebt alle Plenumssitzungen. Die News zum Nachlesen.
Chris Christie: "Niemand im Raum hat Masken getragen"

Chris Christie: "Niemand im Raum hat Masken getragen"

Foto: Chris Kleponis/POOL/EPA-EFE/Shutterstock

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Das Wichtigste auf einen Blick
  • Medienberichte: Insider sagt, einige von Trumps Werten seien "sehr besorgniserregend"

  • Chris Christie bereitete Trump auf TV-Duell vor - und ist nun Corona-positiv

  • Ärzte beschreiben Trumps Zustand als gut

US-Senat verschiebt alle Plenumssitzungen

19.35 Uhr: Angesichts der Covid-Fälle unter Senatoren verschiebt die US-Kongresskammer alle Plenumssitzungen bis nach dem 19. Oktober. Das kündigte der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell an. Der Justizausschuss soll aber weiter am 12. Oktober die Anhörungen zu Trumps Kandidatin für das Oberste Gericht, Amy Coney Barrett, aufnehmen. Hier waren virtuelle Sitzungen im Gespräch.

Unterschiedliche Angaben zu Trumps Gesundheitszustand

18.35 Uhr: "Heute Morgen geht es dem Präsidenten sehr gut", sagte Donald Trumps Leibarzt Sean Conley am Samstag vor dem Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda. Einige Details wollte Conley nicht preisgeben und beendete die Pressekonferenz nach wenigen Minuten.

Kurz darauf berichteten die Nachrichtenagenturen AP und Reuters jedoch über Zweifel am tatsächlichen Gesundheitszustand Trumps. Reuters schrieb, eine mit der Situation vertraute Person habe gesagt, Trumps Zustand sei zuletzt besorgniserregend gewesen. Die nächsten 48 Stunden könnten für die Behandlung Trumps kritisch werden. AP berichtete unter Berufung auf einen Insider, einige von Trumps Werten seien in den vergangenen 24 Stunden "sehr beunruhigend" gewesen. Sein Zustand habe sich aber verbessert, seit er sich im Krankenhaus befinde.

Republikaner Chris Christie positiv auf Corona getestet

18.05 Uhr: Der Republikaner Chris Christie hat sich nach eigenen Angaben mit dem Coronavirus infiziert. "Ich habe soeben erfahren, dass ich positiv auf Covid-19 bin", twitterte Christie: "Ich werde heute in ärztlicher Behandlung sein und die notwendigen Leute über meinen Zustand auf dem Laufenden halten." Ob er Symptome zeige, schrieb der ehemalige Gouverneur von New Jersey nicht.

Christie hatte US-Präsident Donald Trump bei den Vorbereitungen für die TV-Debatte gegen Herausforderer Joe Biden am vergangenen Dienstag geholfen. Mit dabei waren auch Trumps Ex-Beraterin Kellyanne Conway, Wahlkampfmanager Bill Stepien und Trumps Beraterin Hope Hicks. Alle drei waren seit Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden, nun auch Christie. Als er noch auf sein Testergebnis wartete, hatte Christie dem Fernsehsender ABC gesagt: "Niemand im Raum hat Masken getragen." Fünf oder sechs Menschen seien anwesend gewesen.

Ob sich Christie bei den Beratungsgesprächen angesteckt hat, ist allerdings nicht gesichert. Christie war auch bei der Nominierung von Amy Coney Barrett als Richterin am Supreme Court anwesend. Einige Teilnehmer der Veranstaltung im Rosengarten am Weißen Haus sind mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden.

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Infektion mit Coronavirus: Ärzte beschreiben Trumps Zustand als gut

17.50 Uhr: "Dem Präsidenten geht es sehr gut": Donald Trumps Ärzte sprechen von einem bisher unkritischen Verlauf der Covid-Erkrankung des US-Präsidenten. Trump sei mittlerweile fieberfrei und werde nicht beatmet, sagte sein Leibarzt Sean Conley: "Im Moment gibt es keinen Grund zur Besorgnis."

Trump habe von Donnerstagabend auf Freitagmorgen leichtes Fieber gehabt, nun aber nicht mehr, so Conley. Trump sei seit 24 Stunden ohne Fieber. Demnach musste der US-Präsident auch bislang nicht beatmet werden.

Nach Angaben Conleys ist Trump nur zur Vorsicht im Militärkrankenhaus Walter Reed. Wann er das Krankenhaus wieder verlassen wird, ist aber noch nicht klar. Dafür gebe es keinen festen Zeitplan, so Conley.

Senator Rubio fordert mehr Transparenz

17.35 Uhr: Der republikanische Senator Marco Rubio hat die Informationspolitik der Regierung nach dem positiven Corona-Test von US-Präsident Donald Trump kritisiert. Rubio bemängelte auf Twitter einen "erheblichen Anstieg von Verschwörungstheorien und ungeheuerlichen Behauptungen seit der Diagnose des Präsidenten." Welche Behauptungen er konkret meinte, führte Rubio nicht aus.

"Lügen verbreiten sich viel schneller als die Überprüfung von Fakten", twitterte Rubio, der Senator von Florida: "Aus diesem Grund brauchen wir häufige, detaillierte und transparente Updates vom Weißen Haus."

Die Regierung hatte nach dem positiven Corona-Test Trumps eine Mitteilung seines Leibarztes Sean Conley veröffentlicht, in der es hieß, Trump gehe es gut. Als sich Trump am Freitagabend dennoch ins Walter-Reed-Militärkrankenhaus begab, hieß es, dies geschehe nur zur Vorsicht. "New York Times" und "Washington Post" hatten berichtet, Trumps Symptome wie Husten und Fieber seien am Freitag schlimmer geworden.

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Populismusforscherin: "Trump hat das Virus als Feind inszeniert"

17.20 Uhr: Wird Trump sein bisheriger Umgang mit der Pandemie zum Verhängnis? Forscherin Paula Diehl hält auch das Gegenteil für denkbar: Man dürfe seinen Sinn für Dramaturgie nicht unterschätzen. Lesen Sie hier das Interview.

Acht Milliarden - Der Auslands-Podcast: Trumps Horrorwoche

17.05 Uhr: Ein vernichtender Steuerbericht, eine furchtbare TV-Debatte und eine Covid-19-Diagnose: Mit US-Experten rekonstruiert Host Juan Moreno die Woche, die für Donald Trump wohl die verrückteste im US-Wahlkampf war - bislang. Ein Podcast von Juan Moreno.

Donald Trumps Sohn negativ getestet

16.25 Uhr: Donald Trump Junior ist nach eigenen Angaben negativ auf das Coronavirus getestet worden. Er werde nun ein paar Tage abwarten und sich dann erneut testen lassen, twitterte der Sohn des US-Präsidenten. Wenn dann alles in Ordnung sei, werde er "so bald wie möglich zurück bei der Arbeit sein". Zudem bedankte sich Trump Jr. für die guten Wünsche für seinen Vater: "Das bedeutet uns wirklich viel."

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Leibarzt äußert sich zu Trumps Gesundheitszustand

16.15 Uhr: Donald Trumps Leibarzt Sean Conley wird sich gegen 17 Uhr deutscher Zeit zum Gesundheitszustand des US-Präsidenten äußern. Das kündigte Trumps Pressesprecherin Kayleigh McEnany via Twitter an.

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Trumps Symptome sollen sich verschlechtert haben

15.50 Uhr: Der Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump soll sich nach Informationen von "New York Times"  und "Washington Post"  verschlechtert haben. Trumps Leibarzt hatte am Freitag mitgeteilt, Trump gehe es sehr gut. Der US-Präsident begebe sich nur aus Vorsicht in ein Militärkrankenhaus. Trump zeigte offenbar leichte Symptome, die sich aber im Laufe des Freitags stärker ausgeprägt haben sollen.

Die "New York Times" berichtet unter Berufung auf Mitarbeiter des Präsidenten, Trump habe Husten und Fieber, "Symptome, die sich im Laufe des Tages verschlimmerten". Die "Washington Post" schrieb ebenfalls, Trump habe leichtes Fieber, Husten und eine verstopfte Nase. Die Symptome seien im Laufe des Tages schlimmer geworden. Deswegen sei anschließend die Entscheidung getroffen worden, dass Trump sich ins Militärkrankenhaus Walter Reed begeben solle. Die "Washington Post" beruft sich auf zwei Verwaltungsbeamte, die aber anonym bleiben wollten.

Trump selbst hatte am Abend getwittert, es gehe ihm gut.

Weiterer Senator positiv auf Corona getestet

15.30 Uhr: Der republikanische Senator Ron Johnson ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Johnson fühle sich "gesund und hat keine Symptome", so ein Sprecher. Er befinde sich nun aber in Isolation. Nicht öffentlich wurde, bei wem sich Johnson angesteckt haben könnte.

Bereits Mitte September hatte sich Johnson nach Angaben seines Büros für zwei Wochen in Quarantäne begeben, weil er mit einem Corona-Infizierten in Kontakt gekommen sei. Nach 14 Tagen und zwei negativen Tests habe er die Quarantäne kürzlich verlassen. Am 29. September sei der Senator von Wisconsin nach Washington zurückgekehrt.

Seit Freitag wurden mehrere Personen aus dem Umfeld von Donald Trump positiv auf das Coronavirus getestet. Ob sich Johnson beim US-Präsidenten angesteckt haben könnte, ist unklar.

Remdesivir und Antikörper-Cocktail: Was über Trumps Behandlung bekannt ist

15.00 Uhr: Donald Trump liegt mit Covid-19 im Krankenhaus, er wurde bislang mit mindestens zwei Medikamenten behandelt. Das eine ist eigentlich nur für schwere Verläufe zugelassen, das andere noch gar nicht. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Trump hatte im April noch keine Sorge vor einer Corona-Infektion

14.30 Uhr: US-Präsident Donald Trump spielte die Gefahr des Coronavirus in den vergangenen Monaten herunter und glaubte offenbar nicht daran, dass er sich mit dem Virus anstecken könne. Das geht aus einer Interviewaufnahme des Journalisten Bob Woodward vom 13. April hervor, die CNN nun veröffentlichte.

Im Gespräch mit Woodward war Trump sich der Gefahr des Virus offenbar bewusst. Der US-Präsident sagte, das Virus sei eine "Seuche" und "reißt einen auseinander". Als ein Mann bei einem Meeting im Weißen Haus geniest habe, hätten sich alle erschreckt, auch Trump selbst.

Daraufhin spricht Woodward Trump auf das Risiko einer Infektion an. Er riskiere, das Virus zu bekommen. "Die Art und Weise, wie Sie sich bewegen, wie Sie diese Besprechungen abhalten und wie Sie mit Menschen umgehen. Machen Sie sich darüber Sorgen?", fragt Woodward.

"Nein, das tue ich nicht. Ich weiß nicht, warum ich es nicht tue. Ich tue es nicht", antwortete Trump. "Warum?" fragte Woodward. "Ich weiß es nicht", sagte Trump. "Ich tue es einfach nicht."

Bei CNN können Sie die Interviewaufnahme  anhören.

Genesungwünsche aus China

13.50 Uhr: Der chinesische Präsident Xi Jinping hat US-Präsident Donald Trump und seiner Frau Melania eine baldige Genesung gewünscht. Trump sei eine Botschaft Xis übermittelt worden, berichtete das chinesische Staatsfernsehen. In den vergangenen Monaten hatten die USA China immer wieder Fehler im Umgang mit dem Coronavirus-Ausbruch in Wuhan vorgeworfen.

Bereits am Freitag hatten Politiker aus aller Welt Donald und Melania Trump eine baldige Genesung gewünscht.

Trumps Corona-Diagnose: Sein eigenes Drehbuch

13.30 Uhr: Der Präsident hat Corona, kurz vor der Wahl. Netflix-Autoren hätten sich keinen besseren Twist ausdenken können. Das zeigt einmal mehr: Trump übertölpelt die Realität permanent. Eine Analyse von Arno Frank.

Neubesetzung des Obersten US-Gerichts soll planmäßig laufen

13.00 Uhr: Die Nachbesetzung des freien Postens am Obersten Gericht der USA soll trotz der Corona-Infektion eines beteiligten Senators planmäßig laufen. Die Kandidatin Amy Coney Barrett werde erstmals wie angekündigt am 12. Oktober angehört werden, kündigte der Vorsitzende des Justizausschusses, Lindsey Graham, am Freitag an. Die Senatoren könnten daran nach Wunsch auch per Video teilnehmen. Zuvor hatte Republikaner und Ausschussmitglied Mike Lee mitgeteilt, dass er positiv getestet worden sei.

Der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, rief das Gremium daraufhin auf, das Verfahren zur Ernennung der Kandidatin Barrett auszusetzen, bis das Ausmaß der Corona-Ausbreitung unter den Senatoren klar werde. Graham schrieb bei Twitter, dass Lee davon ausgehe, zum 12. Oktober wieder an den Beratungen des Ausschusses teilnehmen zu können. Weitere Infektionen unter Senatoren wurden zunächst nicht bekannt.

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Senator Lee hatte Barrett am Dienstag getroffen. Die "Washington Post"  berichtete am Freitag unter Berufung auf informierte Personen, sie sei im Sommer positiv auf das Coronavirus getestet worden und habe sich davon erholt. Am Freitag war ein Coronavirus-Test bei ihr negativ ausgefallen, wie das Weiße Haus US-Medien mitteilte.

Die konservative Juristin Barrett ist die Kandidatin von Präsident Donald Trump für die Nachfolge der jüngst verstorbenen liberalen Justizikone Ruth Bader Ginsburg. Richter am Obersten Gericht werden vom Präsidenten nominiert und vom Senat bestätigt. Die Demokraten kritisieren, dass Trump und die republikanische Mehrheit Barrett noch vor der Wahl als Kandidatin aufgestellt haben. Mit Barrett hätten die Konservativen eine Mehrheit von sechs der neun Sitze am Obersten Gericht, das immer wieder strategische Weichen für die US-Gesellschaft stellt.

Auffällige Häufung: Die Corona-Infizierten aus dem Rosengarten

12.40 Uhr: Diverse Teilnehmer einer Veranstaltung im Weißen Haus sind mit Corona infiziert - darunter der Präsident selbst. Corona-Regeln wurden ignoriert. Könnte das Event der Ursprung der Krise gewesen sein? Lesen Sie hier die Meldung.

Biden pausiert negative Wahlspots gegen Trump

12.25 Uhr: Das sogenannte Negative Campaigning gehört - in unterschiedlicher Ausprägung - so gut wie zu jedem Wahlkampf dazu. Dabei geht es darum, Konkurrenten für ihre Einstellungen und auch für persönliche Fehlleistungen zu kritisieren und anzugreifen. Auch im US-Präsidentschaftswahlkampf haben die Teams von Joe Biden und Donald Trump Wahlwerbespots produziert, um den jeweiligen Konkurrenten in ein schlechtes Licht zu rücken. Nach Trumps Corona-Infektion hat Bidens Team nun aber angekündigt, die negativen Spots gegen Trump vorläufig zu pausieren.

Trumps Wahlkampfteam wolle das aber nicht erwidern, sagte Sprecher Tim Murtaugh bei CNN. "Joe Biden nutzte seine Rede heute in Michigan, um den Präsidenten wiederholt wegen sozialer Sicherheit, der Wirtschaft und der Schaffung neuer Arbeitsplätze anzugreifen", so Murtaugh: "Jetzt will Biden Anerkennung für seinen Großmut?"

Biden führt seinen Wahlkampf fort. Bei einem Wahlkampfauftritt in Grand Rapids in Michigan rief der Demokrat in der Coronakrise zur Vorsicht auf. "Es geht nicht darum ein harter Kerl zu sein", sagte der 77-Jährige.

Conways Tochter machte Corona-Infektion ihrer Mutter publik

12.05 Uhr: Die frühere hochrangige Beraterin von US-Präsident Donald Trump, Kellyanne Conway, ist ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert. Bevor sie die Infektion jedoch öffentlich machte, kam ihr ihre Tochter zuvor. Die 15 Jahre alte Claudia Conway postete bei TikTok einen Beitrag, in dem sie schrieb, ihre Mutter habe das Coronavirus. Kurz darauf twitterte dann auch Conway selbst, sie sei am Freitagabend positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie habe milde Symptome - einen leichten Husten - und fühle sich gut. Sie habe in Rücksprache mit Ärzten die Quarantäne begonnen.

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Biden ruft zur Vorsicht auf: "Es geht nicht darum ein harter Kerl zu sein"

11.40 Uhr: Die Corona-Infektion von US-Präsident Donald Trump ist nach Ansicht seines Herausforderers Joe Biden eine Mahnung, das Virus ernst zu nehmen. "Es wird nicht automatisch verschwinden", sagte Biden am Freitag bei einem Wahlkampfauftritt in Grand Rapids im US-Bundesstaat Michigan. Er sagte, er bete für Trump und seine Ehefrau Melania, die sich auch mit dem Virus angesteckt hat. Biden rief dazu auf, in der Pandemie auf Wissenschaftler zu hören, Masken zu tragen, Abstand zu halten und sich regelmäßig die Hände zu waschen. "Es geht nicht darum ein harter Kerl zu sein", sagte der 77-jährige Demokrat. Es gehe darum, seinen Beitrag zu leisten. "Wir als Nation müssen besser mit dieser Pandemie umgehen", sagte er.

Biden griff Trump nicht direkt an - seine Worte waren aber auch als Anspielung auf dessen Umgang mit dem Coronavirus zu verstehen. Trump hatte mehrfach gesagt, das Virus werde einfach verschwinden und Biden für seine Vorsicht in der Pandemie verspottet. Trump zog zudem öffentlich die Einschätzungen seiner Experten in Zweifel.

Der republikanische Amtsinhaber und sein Herausforderer standen noch am Dienstagabend 90 Minuten lang auf einer Bühne bei ihrem ersten Fernsehduell. Biden sagte am Freitag, er habe zwei Corona-Tests gemacht, die beide negativ ausgefallen seien.

Trumps Corona-Infektion: Die Lektion des Virus

11.15 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat die Gefahr der Corona-Pandemie systematisch verharmlost. Nun spürt er am eigenen Leib, dass sich ein Virus nicht von Propaganda beeindrucken lässt. Ein Kommentar von René Pfister, Washington

Twitter will Todeswünsche an Trump löschen

11.00 Uhr: Twitter wird alle Tweets löschen, in denen dem US-Präsidenten Donald Trump nach seiner Corona-Infektion der Tod gewünscht wird. Twitter verwies in der Nacht zum Samstag nach einem Medienbericht auf seine geltenden Hausregeln. Demnach darf niemandem Tod, ernsthafter körperlicher Schaden oder eine tödliche Krankheit gewünscht werden. Zugleich schränkte Twitter ein, dass dies nicht automatisch eine Sperrung des Accounts der betroffenen Nutzer bedeuten müsse. Nachdem die Corona-Infektion Trumps bekannt geworden war, hatte es bei Twitter viele Reaktionen darauf gegeben.

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Wer wurde in Trumps Umfeld positiv getestet?

10.20 Uhr: Nach der Corona-Infektion von US-Präsident Donald Trump ist auch dessen Wahlkampfmanager Bill Stepien positiv auf das neuartige Virus getestet worden. Der 42-Jährige habe leichte, grippeähnliche Symptome und befinde sich in Quarantäne, teilte das Wahlkampfteam mit. Auch die Vorsitzende der Republikanischen Partei, Ronna McDaniel, und Trumps Ex-Beraterin Kellyanne Conway, machten öffentlich, dass sie positiv auf Corona getestet worden seien.

Unter verstärkte Aufmerksamkeit gerät die Vorstellung von Trumps Kandidatin für das Oberste Gericht der USA, Amy Coney Barrett, am vergangenen Samstag im Garten des Weißen Hauses. Dort hatten sich auf engem Raum mehr als 100 Personen versammelt. Auf Fotos und Videoaufnahmen ist zu sehen, dass viele keine Masken trugen und keinen Abstand hielten. Bei mindestens sechs der Anwesenden fielen seitdem Corona-Tests positiv aus: Neben Trump, seiner Frau Melania und Ex-Beraterin Conway sind das die Senatoren Mike Lee und Thom Tillis und der Präsident der katholischen Universität Notre Dame, John Jenkins. Auch drei Journalisten, die aus dem Weißen Haus berichten, sollen positiv getestet worden sein.

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Wegen Trumps Corona-Infektion wurden im Umfeld des Präsidenten zahlreiche Tests vorgenommen. Medienberichten zufolge war Trump diese Woche noch zu einer Veranstaltung zur Einwerbung von Wahlkampfspenden gereist, nachdem bei seiner engen Vertrauten Hope Hicks bereits eine Corona-Infektion festgestellt worden war. Das Weiße Haus teilte mit, die Kontakte des Präsidenten würden nun nachverfolgt.

Vizepräsident Mike Pence, Außenminister Mike Pompeo, Gesundheitsminister Alex Azar und Finanzminister Steven Mnuchin erklärten, ihre Corona-Tests seien negativ ausgefallen. Keine Infektion festgestellt wurde auch bei Trumps Tochter Ivanka und ihrem Mann Jared Kushner. Die Eheleute arbeiten auch als Berater im Weißen Haus. Negativ getestet wurde nach Angaben des Weißen Hauses auch die von Trump für den freien Posten am Supreme Court nominierte Richterin Amy Coney Barrett. 

Corona bei Donald Trump: Ein kranker Präsident, drei Szenarien

10.15 Uhr: Die Corona-Infektion von Donald Trump bringt den amerikanischen Wahlkampf durcheinander. Profitieren könnten sowohl der US-Präsident als auch sein Gegner Joe Biden. Aber auch eine Staatskrise ist denkbar. Lesen Sie hier, wie es in den USA nach Trumps Corona-Infektion nun weitergehen könnte .

Trump äußert sich zuversichtlich

10.10 Uhr: US-Präsident Donald Trump wird die kommenden Nächte im Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Bethesda nördlich von Washington verbringen. Nach offiziellen Angaben handelt es sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme. Beim Verlassen des Weißen Hauses zeigte Trump in Richtung anwesender Journalisten einen Daumen, winkte und ging dann über den Rasen zum wenige Meter entfernt wartenden Helikopter. Trump trug Anzug, Krawatte und einen Mund-Nasen-Schutz und wurde von Mitarbeitern begleitet, die ebenfalls Masken trugen. 

Trump selbst äußerte sich in einem kurzen Video auf Twitter zuversichtlich. "Danke für die großartige Unterstützung. Ich denke, mir geht es gut. Aber wir wollen sichergehen, dass alles gut verläuft." Auch seiner Frau Melania gehe es gut, sagte er in dem 18 Sekunden langen Clip.

Trump wird mit Remdisivir behandelt

10.00 Uhr: US-Präsident Donald Trump wird wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus mit dem Medikament Remdesivir behandelt. Das ging am Freitagabend aus einem Schreiben seines Leibarztes Sean Conley hervor, wenige Stunden nachdem Trump ins Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington gebracht worden war. Trump gehe es "sehr gut", er benötige keine Sauerstoffzufuhr, schrieb sein Arzt. Er habe die Therapie mit dem Mittel Remdesivir begonnen, eine erste Dosis eingenommen und ruhe sich aus.

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Ärzte sehen Remdesivir, das ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt wurde, nicht als Allheilmittel bei einer Covid-19-Erkrankung, oft aber als hilfreich. Nach Angaben des Herstellers kann die Arznei das Sterberisiko bei einem schweren Verlauf der Corona-Krankheit Covid-19 deutlich vermindern.

Trump hatte am Freitag kurz nach Mitternacht bekannt gegeben, dass er sich mit dem Coronavirus angesteckt habe. Die Verlegung ins Krankenhaus nannte das Weiße Haus eine Vorsichtsmaßnahme. Leibarzt Conley schrieb, er habe dies in Rücksprache mit Spezialisten des Walter-Reed-Krankenhauses und von der Johns-Hopkins-Universität empfohlen. Trump gehört mit seinen 74 Jahren zur Risikogruppe.

ptz/dpa/AFP/Reuters
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