Nach Krebserkrankung Premierminister der Elfenbeinküste in Freiburger Klinik gestorben

Wegen eines Krebsleidens wurde der ivorische Premier Hamed Bakayoko in einem Freiburger Krankenhaus behandelt. Nun ist der Staatschef im Alter von 56 Jahren gestorben.
Ivorischer Premier Bakayoko (Archivbild aus dem Jahr 2015)

Ivorischer Premier Bakayoko (Archivbild aus dem Jahr 2015)

Foto: THOMAS SAMSON / AFP

Der Premierminister der westafrikanischen Elfenbeinküste, Hamad Bakayoko, ist tot. Bakayoko starb am späten Mittwochabend in einer Freiburger Klinik an den Folgen einer Krebserkrankung, hieß es in einer Erklärung im nationalen Fernsehen der Elfenbeinküste.

Der 56-Jährige galt als möglicher Nachfolger von Präsident Alassane Ouattara. Dieser bezeichnete Bakayoko in der Erklärung als »meinen Sohn und engen Mitarbeiter, der zu früh aus unserer Mitte gerissen wurde«. Das Land sei »in Trauer«, teilte Ouattara auf Twitter mit.

Er hatte zuvor Patrick Achi zum vorübergehenden Regierungschef ernannt. Bakayoko war erst im Juli vergangenen Jahres zum Nachfolger des an einer Herzerkrankung gestorbenen Regierungschefs Amadou Coulibaly bestimmt worden.

Präsident Ouattara hatte im März 2020 eigentlich den Verzicht auf die Kandidatur für eine dritte Amtszeit verkündet, war dann nach dem Tod seines designierten Nachfolgers Coulibaly aber doch erneut angetreten und wiedergewählt worden. Die Wahl war von Gewalt und Spannungen überschattet gewesen, die Opposition hatte Ouattaras erneute Kandidatur als verfassungswidrig kritisiert.

Bakayoko war laut der Nachrichtenagentur Reuters Mitte Februar zunächst zu medizinischen Untersuchungen nach Frankreich geflogen worden, später wurde er nach Freiburg verlegt.

fek/dpa/AFP/Reuters
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