Tesla-Chef Elon Musk »Ich werde die Republikaner wählen«

Elon Musk will nach eigener Aussage nicht mehr für die Demokraten stimmen. Der 50-Jährige bezeichnete sie als »Partei der Spaltung und des Hasses«. Applaus bekam er aus dem rechten politischen Spektrum.
Elon Musk (2020): Startete einen Übernahmeversuch bei Twitter

Elon Musk (2020): Startete einen Übernahmeversuch bei Twitter

Foto: Britta Pedersen / dpa

Tech-Milliardär Elon Musk hat offenbar seine politischen Überzeugungen geändert. Der 50-Jährige schrieb bei Twitter, die US-Demokraten seien zur »Partei der Spaltung und des Hasses« geworden. »Deshalb kann ich sie nicht mehr unterstützen und werde die Republikaner wählen.«

Auch wetterte der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla gegen die Elite-Uni Yale als »Epizentrum des geistigen Woke-Virus, das versucht, die Zivilisation zu zerstören«. Über die sogenannte »Woke«-Kultur zu schimpfen, bei der es im Kern um den Kampf gegen Diskriminierung und Ausgrenzung geht, gehört zum festen Repertoire der Erzkonservativen in den USA.

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So bekam Musk umgehend Applaus für seine Äußerungen von der rechten Abgeordneten Lauren Boebert – einer Anhängerin von Ex-Präsident Donald Trump und Verfechterin extrem lockerer Waffengesetze. Sie setzt sich gegen Coronaschutzmaßnahmen, Abtreibungen, homosexuelle Ehen und die Umstellung auf erneuerbare Energie ein. »Willkommen auf der richtigen Seite, Elon«, schrieb sie bei Twitter.

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Früher habe er für die Demokraten gestimmt, »weil sie (größtenteils) die Partei der Güte« gewesen seien, so Musk. Aus Sicht vieler politischer Beobachter trägt die Rhetorik von Trump, der zur bestimmenden Kraft der Republikanischen Partei wurde, zur Spaltung der US-Gesellschaft bei.

Musk schrieb auch, dass nun mit einer »Kampagne schmutziger Tricks« gegen ihn zu rechnen sei, und suggerierte, dass diese mit seinen politischen Äußerungen zusammenhänge. Tatsächlich gibt es schon seit einiger Zeit Medienberichte, wonach die US-Börsenaufsicht SEC Ermittlungen zu Musks aktuellem Übernahmeversuch bei Twitter anstellt. Unter anderem gab er bei seinen Aktienkäufen das Erreichen der Beteiligungsmarke von fünf Prozent elf Tage später als vorgeschrieben bekannt. Das sparte Musk Geld: Durch den Regelverstoß konnte er in den elf Tagen Aktien günstiger kaufen, denn als sein Einstieg bei Twitter öffentlich wurde, sprang sofort der Kurs hoch.

Musk einigte sich mit dem Twitter-Verwaltungsrat auf die Übernahme des Onlinedienstes für rund 44 Milliarden Dollar. In den vergangenen Tagen allerdings warf er Twitter vor, falsche Angaben zur Zahl von Fake- und Bot-Accounts zu machen. Das schickte die Twitter-Aktie auf Talfahrt. Unklar blieb bisher, ob Musk nun versuchen wird, den Preis zu drücken, oder ob er den Boden für einen Ausstieg auf dem Deal bereitet.

bbr/dpa