»Einsatz ist die Ukraine« Elon Musk fordert Putin zum Zweikampf auf – und Tschetscheniens Machthaber antwortet

Via Twitter hat der exzentrische Milliardär Elon Musk Russlands Präsidenten »zu einem Kampf von Mann zu Mann« herausgefordert. Eine Reaktion aus dem Kreml gibt es nicht – dafür mischt sich nun Putins »Bluthund« ein.
Elon Musk (2019): »Ich fordere hiermit Wladimir Putin zu einem Kampf von Mann zu Mann heraus«

Elon Musk (2019): »Ich fordere hiermit Wladimir Putin zu einem Kampf von Mann zu Mann heraus«

Foto: Frederic J. Brown/ AFP

Elon Musk, der reichste Mensch der Welt, hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Zweikampf herausgefordert. Dabei soll es um nichts Geringeres als das Schicksal der Ukraine gehen. »Ich fordere hiermit Wladimir Putin zu einem Kampf von Mann zu Mann heraus. Der Einsatz ist die Ukraine«, twitterte Musk.

Den Namen des russischen Präsidenten schrieb Musk dabei auf Russisch, den Namen der Ukraine auf Ukrainisch. Der Rest des Tweets ist auf Englisch.

In einer zweiten Botschaft fügte Musk auf Russisch hinzu: »Nimmst du diesen Kampf an?« Diesen Tweet richtete er direkt an den offiziellen englischsprachigen Twitteraccount des 69-jährigen Staatschefs.

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Er meine es »absolut ernst«, schrieb Musk weiter, nachdem einer seiner 77,8 Millionen Follower fragte, ob er sich die Herausforderung auch wirklich überlegt habe. »Wenn Putin den Westen so einfach demütigen könnte, dann würde er die Herausforderung annehmen. Aber das wird er nicht«, fügte er hinzu. Eine Reaktion des Kremls blieb bisher aus.

So reagiert Ramsan Kadyrow auf Musks Tweet

Dafür mischte sich der Putin-Verbündete und Machthaber in Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, ein. Auf dem Internetdienst Telegram schrieb er an Musk: »Ich würde dir nicht raten, deine Kräfte mit Putin zu messen.« Und weiter : »Eure Gewichtsklassen sind zu unterschiedlich.«

Kadyrow ist offiziell Präsident der autonomen Republik Tschetschenien und gilt als enger Vertrauter Putins. Oft wird er als dessen »Bluthund« bezeichnet. Mit Kadyrows Hilfe – und dank der Unterstützung seines 2004 bei einem Terroranschlag getöteten Vaters Achmad Kadyrow – gewann Putin den Tschetschenienkrieg. In der Nacht zu Montag hatte Kadyrow in einem Video behauptet, zum Kämpfen in die Ukraine gereist zu sein.

Musk hat die Ukraine bereits massiv unterstützt: Er folgte einer Bitte aus Kiew, indem er seinen Starlink-Internetdienst in der Ukraine aktivierte und Geräte schickte, um die von russischen Militärangriffen betroffenen Gebiete mit Internet zu versorgen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Musk für seine Unterstützung gedankt.

aar/AFP