US-Präsidentschaftswahl Musk würde Trump-Kontrahent DeSantis unterstützen

Er würde jemand Vernünftiges, jemanden aus der Mitte als US-Präsident präferieren, schreibt Milliardär Elon Musk. Und meint damit offenbar Floridas republikanischen Gouverneur Ron DeSantis.
Hat einen klaren Favoriten für 2024: Elon Musk

Hat einen klaren Favoriten für 2024: Elon Musk

Foto: Patrick Pleul / dpa

Milliardär Elon Musk hat sich zu seinem Favoriten für die US-Präsidentschaftswahl bekannt. Natürlich auf Twitter, seiner neuesten Akquisition, teilte Musk auf Nachfrage mit, dass er Ron DeSantis im Jahr 2024 unterstützen werde, sollte der aufstrebende Star der Republikanischen Partei kandidieren.

»Meine Präferenz für die Präsidentschaft 2024 ist jemand, der vernünftig und aus der Mitte ist«, schrieb Musk. Er habe gehofft, dass das unter US-Präsident Joe Biden der Fall sein würde, sei aber »bisher enttäuscht worden«. Auf die Frage, ob er DeSantis im Jahr 2024 unterstützen würde, antwortete Musk: »Ja.«

Als müsse er sich dafür entschuldigen, schrieb er zudem: »Zur Erinnerung: Ich war ein bedeutender Unterstützer der Präsidentschaft von Obama und Biden und habe (widerwillig) für Biden statt für Trump gestimmt.«

DeSantis ist einer der klaren Gewinner  der sogenannten Midterms, bei denen neben dem Kongress auch zahlreiche Ämter auf Bundesstaatsebene neu bestimmt wurden. Der 44-Jährige wurde mit fast 20 Prozentpunkten Vorsprung als Gouverneur von Florida wiedergewählt. Er gilt derzeit als aussichtsreichster Kontrahent für Ex-Präsident Donald Trump, der bei der Präsidentschaftswahl 2024 erneut antreten will.

Ähnlich wie Trump vertritt DeSantis ultrarechte Positionen, ist aber nicht so skandalumwittert. Seine Amtszeit als Gouverneur ist geprägt von Widerstand gegen Coronamaßnahmen sowie Breitseiten gegen das linke Lager, LGBTQ-Rechte und Einwanderer – was ihm bei Konservativen weit über Floridas Grenzen hinaus Achtung beschert hat.

Musk hatte bereits zu den Zwischenwahlen Anfang des Monats dazu aufgerufen, einen republikanischen Kongress zu wählen, um ein Gegengewicht zu Bidens Demokraten zu schaffen. Die Demokraten haben jedoch die Hoffnungen der Republikaner auf eine »rote Welle« bei den Zwischenwahlen enttäuscht und behielten die Kontrolle über den Senat, während die Republikaner nur eine knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus gewannen.

sak/Reuters
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