Scheich Sabah al-Ahmed al-Sabah Emir von Kuwait im Alter von 91 Jahren gestorben

Seit 2006 regierte Scheich Sabah al-Ahmed al-Sabah den Golfstaat Kuwait. Nun melden staatliche Stellen den Tod des 91-Jährigen. Die Nachfolge soll sein Halbbruder übernehmen.
Scheich Sabah al-Ahmed al-Sabah im vergangenen Jahr in Tunis

Scheich Sabah al-Ahmed al-Sabah im vergangenen Jahr in Tunis

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Fethi Belaid / AP

Der Emir von Kuwait ist tot. Scheich Sabah al-Ahmed al-Sabah starb am Dienstag im Alter von 91 Jahren, wie der königliche Hof der Nachrichtenagentur Kuna zufolge mitteilte. Auch im Staatsfernsehen wurde eine entsprechende Erklärung verlesen. Der Emir regierte den ölreichen Staat am Persischen Golf seit 2006. Die Nachfolge soll sein Halbbruder, der 83 Jahre alte Kronprinz Scheich Nawaf al-Ahmed al-Dschaber Al-Sabah übernehmen. Das Kabinett verkündete auch eine 40 Tage lange Trauer. Öffentliche Einrichtungen sollen aber lediglich für drei Tage geschlossen bleiben.

Zuletzt war der Emir wiederholt wegen gesundheitlicher Probleme behandelt worden. Im September 2019 wurde er in den USA ins Krankenhaus eingeliefert. Nach dem einmonatigen Aufenthalt war offiziell lediglich von medizinischen Untersuchungen die Rede, die "erfolgreich abgeschlossen" worden seien. Ein geplantes Treffen mit US-Präsident Donald Trump hatte er deshalb aber verschieben müssen. Im Jahr 2000 war ihm ein Herzschrittmacher eingesetzt worden, 2007 wurde er in den USA Medienberichten zufolge erfolgreich an den Harnwegen operiert.

Vergangenen Juli wurde der Emir dann erneut ins Krankenhaus eingeliefert - zu "einigen ärztlichen Untersuchungen", wie es hieß. Er sei nach einer "erfolgreichen" Operation "bei guter Gesundheit". Details zu seinem Gesundheitszustand oder möglichen Beschwerden blieben aber unter Verschluss. Kronprinz Scheich Nawaf al-Ahmed al-Dschaber Al-Sabah wurden vorübergehend bereits einige "konstitutionelle Zuständigkeiten" übertragen.

Vom Außenminister zum Staatsoberhaupt

Vor seiner Zeit als Staatsoberhaupt war Scheich Sabah unter anderem Ministerpräsident und ganze vier Jahrzehnte Außenminister. Das Land hatte schon vor seinem Aufstieg zum Emir den Ruf, als Mediator bei Konflikten in arabischen und muslimisch geprägten Staaten aufzutreten. In der Krise mit Katar bemühte sich Scheich Sabah, rasch zu vermitteln, und reiste dafür nach Riad, Abu Dhabi und Doha.

Saudi-Arabien hatte mit seinen Verbündeten Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ägypten im Juni 2017 eine Blockade über Katar verhängt. Die Gruppe wirft dem Emirat enge Beziehungen zum schiitischen Iran und Finanzierung von Terroristen vor. Katar hat die Vorwürfe mehrfach zurückgewiesen.

mes/dpa/Reuters
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