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Erneuerbare Energie Das Pentagon bekommt eine Solaranlage

Das fünftgrößte Gebäude der Welt soll bald nicht mehr fossil geheizt werden. Achtzig Jahre nach seiner Eröffnung bekommt der Sitz des US-Verteidigungsministeriums ein Update spendiert.
Pentagon bei Washington, D.C.

Pentagon bei Washington, D.C.

Foto: Daniel Slim / AFP

Der Hauptsitz des US-Verteidigungsministeriums, das Pentagon bei Washington, D.C., soll grüner werden. Auf dem Dach des mittlerweile zweitgrößten Bürogebäudes der Welt soll eine Solaranlage installiert werden. Zusätzlich zu den Solarpanels soll das Pentagon Wärmepumpen sowie Sonnenkollektoren für Warmwasser bekommen, wie das US-Energieministerium am Mittwoch mitteilte.

Mit einer Nutzfläche von mehr als 600.000 Quadratmetern, 28 Kilometern an Fluren und mehr als 7700 Fenstern war das im Zweiten Weltkrieg erbaute Pentagon 80 Jahre lang das größte Bürogebäude der Welt. Das berühmte fünfeckige Gebäude wurde aber im vergangenen Jahr von der Diamanten-Börse in Surat im indischen Bundesstaat Gujarat auf den zweiten Platz verdrängt.

Vizeverteidigungsministerin Kathleen Hicks erklärte, das Pentagon arbeite daran, »unsere Anlagen widerstandsfähiger zu machen, unsere kritische Infrastruktur besser zu schützen und Geld zu sparen – ein Gewinn für Krieger und Steuerzahler gleichermaßen«. Insgesamt sollen 31 Gebäude von verschiedenen Ministerien energetisch modernisiert werden. US-Präsident Joe Biden hat den Kampf gegen die Erderwärmung zu einem zentralen Thema seiner Präsidentschaft gemacht und treibt den Ausbau erneuerbarer Energien voran.

Kanzleramt will nicht mehr mit Öl heizen

Auch in Deutschland hatte es nach Ausbruch des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der daraus resultierenden Energiekrise eine Debatte über die Heizungen von Behörden und Parteizentralen gegeben.

Zahlreiche weiterhin fossil beheizte Ministerien sowie der Deutsche Bundestag drosselten im Winter 2022/23 die Temperatur in ihren Räumlichkeiten. Für Aufsehen sorgte eine SPIEGEL-Recherche zum Umbau der grünen Parteizentrale. Sie zeigte die großen Schwierigkeiten der Ökopartei beim Umstieg auf erneuerbare Energien.

Eine Kleine Anfrage der inzwischen aufgelösten Fraktion Die Linke zeigte, dass das Kanzleramt erst 2024 ans Fernwärmenetz angeschlossen werden wird. Davor wurde der Regierungssitz mit Öl beheizt.

fin/dpa