Östliche EU-Außengrenze Lettland beginnt Militärübung mit 3000 Soldaten an der Grenze zu Belarus

Die Lage an der östlichen EU-Außengrenze wird immer angespannter. Nun trainieren lettische Soldaten an der Grenze zu Belarus die Zusammenarbeit verschiedener Militäreinheiten.

Lettland hat am Wochenende eine zuvor unangekündigte Militärübung im Südosten des EU-Landes an der Grenze zu Belarus begonnen. Daran sollen etwa 3 000 Soldaten der regulären Streitkräfte und Freiwilligenarmee des baltischen EU- und Nato-Landes teilnehmen, sagte Verteidigungsminister Artis Pabriks am Sonntag im lettischen Fernsehen.

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Mit dem bis zum 12. Dezember laufenden Manöver soll nach Angaben einer Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Riga die groß angelegte Zusammenarbeit von verschiedenen Militäreinheiten und Kommandostrukturen sowie Logistik und Mobilität trainiert werden. Die Mitgliedstaaten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) – darunter Russland und Belarus – seien über die Übung informiert, sagte sie der Agentur Leta.

Die Lage an der östlichen EU-Außengrenze hat sich seit vergangener Woche dramatisch verschlechtert. Weiterhin harren auf der belarussischen Seite an der Grenze zu Polen Tausende Migranten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in provisorischen Camps im Wald aus. In den vergangenen Tagen haben Gruppen immer wieder versucht, die Sperranlage zu durchbrechen und illegal die Grenze zu überqueren.

tfb/dpa
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