Tausende gestrandete LKW EU-Kommissarin kritisiert Frankreich wegen Lastwagen-Staus

Nach der Abriegelung des Grenzverkehrs zwischen Frankreich und England bildete sich ein massiver Rückstau. Über Nacht richtete Kommissarin Adina Valean deshalb scharfe Worte an Frankreich – und lobte die Briten.
Nachdem Frankreich den Eurotunnel abriegelte, bildeten sich in Großbritannien lange Lkw-Staus, hier in der Nähe von Folkestone

Nachdem Frankreich den Eurotunnel abriegelte, bildeten sich in Großbritannien lange Lkw-Staus, hier in der Nähe von Folkestone

Foto: Steve Parsons / dpa

EU-Verkehrskommissarin Adina Valean hat Frankreich die Schuld an dem Lastwagen-Chaos in Südostengland gegeben. »Ich verurteile, dass sich Frankreich gegen unsere Empfehlungen gerichtet und uns wieder in die Situation gebracht hat, in der wir im März waren, als die Lieferketten unterbrochen waren«, twitterte Valean in der Nacht zum Donnerstag.

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Frankreich hatte wegen der raschen Ausbreitung der neuen Corona-Variante in Großbritannien die Grenzen geschlossen und erst in der Nacht zum Mittwoch wieder geöffnet. Weil Lkw-Fahrer für die Einreise nach Frankreich aber nun einen negativen Corona-Test vorlegen müssen, wird es noch Tage dauern, bis der Rückstau von mehreren Tausend Fahrzeugen abgebaut ist.

Lob für Großbritannien für schnelle Tests

Laut Valean versuchten aktuell insgesamt rund 10.000 Lastwagenfahrer aus Großbritannien aufs europäische Festland zurückzukehren. Über Tausende seien bereits im Bereich der südenglischen Küstenstadt Dover, schrieb die EU-Kommissarin auf Twitter. Auch Hunderte deutsche Fahrer sollen unter den Gestrandeten sein.

Valean lobte die britische Seite. Die Behörden würden 300 Fahrer in der Stunde testen. »Ich freue mich, dass in diesem Moment Lastwagen langsam den Ärmelkanal überqueren.« Die Kommissarin rief die EU-Mitgliedstaaten auf, Ruhezeiten zu lockern und Feiertags-Fahrverbote aufzuheben, damit die Fahrer noch rechtzeitig zu Weihnachten zu ihren Familien zurückkehren können.

hpp/dpa
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