Global-Gateway-Initiative EU will 150 Milliarden Euro für Afrika mobilisieren

Das Feld nicht China überlassen: Mit einer neuen Initiative soll der Einfluss Europas in der Welt gesteigert werden. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen kündigte Zahlungen an Afrika an.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

Foto: SEYLLOU / AFP

Die Europäische Union will über ihre neue Initiative Global Gateway mehr als 150 Milliarden Euro für Investitionen in Afrika mobilisieren. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag am Rande von politischen Gesprächen in Senegals Hauptstadt Dakar an.

Das Programm Afrika-Europa ist laut von der Leyen der erste Regionalplan unter der im Dezember gestarteten Initiative, die den internationalen Einfluss der EU steigern soll. Es werde von Europa getragen, aber partnerschaftlich umgesetzt, sagte sie.

Über Global Gateway sollen in den nächsten Jahren bis zu 300 Milliarden Euro in die Infrastruktur von Schwellen- und Entwicklungsländern investiert werden. Das Projekt macht Chinas Vorhaben für eine »Neue Seidenstraße« Konkurrenz, an dem die Volksrepublik schon seit Jahren in vielen Ländern arbeitet.

Geplant sind unter anderem Projekte zur Energieerzeugung mit klimaneutralem Wasserstoff in Afrika und eine neue Unterwasserkabelverbindung zum Datentransport zwischen der EU und Lateinamerika. Zudem ist die Unterstützung von Schulen und Bildungssystemen vorgesehen.

Details zu Projekten in Afrika sollen in der kommenden Woche am Rande eines EU-Afrika-Gipfels in Brüssel vorgestellt werden.

til/dpa
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