Redner auf Parteitag Die aberwitzigen Thesen der Trump-Anhänger

Der eine nennt Joe Biden eine "Marionette", der andere warnt, dass die Amerikaner bald weniger Hamburger essen dürfen: Auf dem Parteitag überschlugen sich die Republikaner mit Treueschwüren für Trump.
Mitch McConnell, Mehrheitsführer der Republikaner im US-Senat

Mitch McConnell, Mehrheitsführer der Republikaner im US-Senat

Foto: Uncredited / dpa

Wenn bei der Wahl am 3. November nicht Donald Trump, sondern sein Herausforderer Joe Biden gewinnt, wird die Welt eine andere - und schlechter sein: Auf der Convention der Republikaner warnten führende Parteigänger vor den Folgen einer Niederlage ihres Präsidenten – mit teilweise skurrilen Thesen:

  • Mitch McConnell, Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, behauptete, die Demokraten wollten den US-Bürgern vorschreiben, wie viele Hamburger sie noch essen dürfen. Sie wollten auch diktieren, welche Autos Amerikaner fahren dürften und wo sie ihre Informationen herbekommen sollten. Mit seiner Hamburger-Warnung spielte McConnell offensichtlich auf eine Aussage der demokratischen Kandidatin für die Vizepräsidentschaft, Kamala Harris, an. Die Senatorin hatte US-Medienberichten zufolge gesagt, dass sie Ernährungsrichtlinien unterstütze, die dazu aufriefen, weniger rotes Fleisch zu essen.

  • Der Kongressabgeordnete Jeff Van Drew, der von den Demokraten zu den Republikanern gewechselt ist, warf seiner früheren Partei eine "radikal-sozialistische Agenda" vor. "Joe Biden wird von den Radikalen, die meine frühere Partei führen, gesagt, was er tun soll", sagte Van Drew beim Parteitag. "Dieselben Radikalen versuchen, ihn als ihren Marionetten-Präsidenten zu installieren."

  • New Yorks früherer Bürgermeister Rudy Giuliani warnte in einer Videoansprache vor einem drastischen Anstieg der Kriminalität, sollte Biden die Wahl gewinnen. Deswegen müsse Trump wiedergewählt werden: "Herr Präsident, machen Sie unser Land wieder sicher", sagte Giuliani vor der Ansprache Trumps.

  • Tim Murtaugh, Kommunikationsdirektor des Trump-Teams, nannte Biden ein "trojanisches Pferd" der radikalen Linken. Biden sei ein schwacher Kandidat mit einer politischen Bilanz von "47 Jahren des Scheiterns".

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  • US-Wohnungsbauminister Ben Carson sagte, auf der Seite der Demokratischen Partei wollten viele zur Spaltung anstacheln, indem sie behaupteten, dass Trump ein Rassist sei. "Sie könnten nicht falscher liegen." Trump wolle, dass alle Amerikaner erfolgreich seien.

  • "Der Präsident ist ein gütiger und anständiger Mann", sagte Dan Scavino, Trumps Social-Media-Chef. "Ich wünschte, sie könnten zusammen mit mir an seiner Seite sein, um zu sehen, wie endlos gütig er zu jedem ist, den er trifft."

  • Und dann natürlich auch Trumps Tochter Ivanka: "Papa, Leute greifen dich an, weil du unkonventionell bist. Aber ich liebe dich, weil du echt bist. Und ich respektiere dich, weil du effektiv bist." Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner sind Berater im Weißen Haus.

als/dpa/AFP
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