FBI bei Trump Warum wurde Mar-a-Lago durchsucht? Dokumente teilweise vor Veröffentlichung

Politiker und Medien wollen die Dokumente einsehen, mit denen das FBI die Razzia bei Ex-Präsident Trump erwirkt hat. Nun hat ein Richter eine Veröffentlichung angedeutet – allerdings mit Schwärzungen.
Donald Trump in New York, zwei Tage nach der FBI-Razzia in Mar-a-Lago

Donald Trump in New York, zwei Tage nach der FBI-Razzia in Mar-a-Lago

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Julia Nikhinson / dpa

Ein Richter in Florida hat eine teilweise Veröffentlichung von Dokumenten auf den Weg gebracht, auf deren Grundlage der Durchsuchungsbeschluss für das Anwesen von Ex-Präsident Donald Trump genehmigt wurde. Richter Bruce Reinhart wies das Justizministerium bei einer Anhörung am Donnerstag an, kommende Woche Vorschläge für Schwärzungen zu machen, wie US-Medien übereinstimmend aus dem Gerichtssaal berichteten.

Mehrere Medien hatten die Veröffentlichung beantragt. Das Justizministerium hatte hingegen argumentiert, diese könnte künftige Ermittlungen und die Kooperation von Zeugen beeinträchtigen.

Es gilt als sehr unwahrscheinlich, dass die gesamten Dokumente öffentlich werden. Die Unterlagen dürften wichtige Details über die Ermittlungen des Justizministeriums enthalten. Sie sind die Basis für den Durchsuchungsbeschluss, mit dem die Bundespolizei FBI Anfang der vergangenen Woche Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach durchsucht hatte. Gleichzeitig genehmigte der Richter die Freigabe einiger Verfahrensdokumente.

Das Justizministerium stellte sich gegen die Veröffentlichung. Jay Bratt, der Leiter der Abteilung für Spionageabwehr, sagte dem Richter, dass die Veröffentlichung der Dokumente nicht im öffentlichen Interesse sei, da dies der laufenden Untersuchung schaden könnte. Diese befinde sich noch in einem frühen Stadium – mit hochsensiblem Grand-Jury-Material. »Es steht ein weiteres öffentliches Interesse auf dem Spiel, und das ist das öffentliche Interesse, dass strafrechtliche Ermittlungen ungehindert voranschreiten können«, sagte er.

Trumps Residenz in Mar-a-Lago

Trumps Residenz in Mar-a-Lago

Foto: MARCO BELLO / REUTERS

In Mar-a-Lago fand und beschlagnahmte das FBI auch als streng geheim eingestufte Dokumente. Trump argumentierte, er habe die Dokumente damals freigegeben. Amtierende Präsidenten haben zwar weitreichende Befugnisse, die Geheimhaltung aufzuheben. Doch für die Freigabe von Dokumenten gibt es ein formelles Verfahren mit mehreren hochoffiziellen Schritten.

sol/dpa/Reuters
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