Regierungsumbildung Catherine Colonna wird Frankreichs neue Außenministerin

Bisher war sie Botschafterin in London, nun wird sie Regierungsmitglied: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Catherine Colonna zur Außenministerin ernannt. Auch im Verteidigungsministerium gibt es einen Wechsel.
Bisher Botschafterin in London, nun neue Außenministerin: Catherine Colonna

Bisher Botschafterin in London, nun neue Außenministerin: Catherine Colonna

Foto: Philippe Wojazer / REUTERS

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seine neue Regierung vorgestellt. Neue Außenministerin wird Catherine Colonna, wie der Élysée-Palast in Paris  mitteilte.

Die 66-jährige Colonna ist damit nach Michèle Alliot-Marie die zweite Frau an der Spitze des französischen Außenministeriums. Zuletzt war sie Frankreichs Botschafterin in London und früher Sprecherin des verstorbenen Präsidenten Jacques Chirac. Die Diplomatin hatte bereits Posten in Washington und Brüssel inne, war Botschafterin in Italien und Staatssekretärin für europäische Angelegenheiten.

Wirtschaftsminister Bruno Le Maire und Innenminister Gérald Darmanin behalten der Mitteilung zufolge ihre Ämter, ebenso wie Justizminister Éric Dupond-Moretti. Neuer Verteidigungsminister wird Sébastien Lecornu, bisher Minister für die Überseegebiete. Kulturministerin wird die im Libanon geborene bisherige Präsidentenberaterin Rima Abdul Malak. Der für Europa zuständige Staatssekretär Clément Beaune wird zum Minister befördert. Er war bislang auch für die deutsch-französischen Beziehungen zuständig. Neuer Erziehungsminister wird Pap Ndiaye, Historiker mit senegalesischen Wurzeln.

Parlamentswahlen am 12. und 19. Juni

Das Umweltministerium wird neu strukturiert: Die bisherige Ministerin für den öffentlichen Dienst, Amélie de Montchalin, ist künftig für Umweltpolitik zuständig, Agnès Pannier-Runacher, bislang Industrieministerin, für die Energiewende. Bereits am Dienstag wurde Élisabeth Borne zur neuen Premierministerin  ernannt.

Präsident Emmanuel Macron musste nach seiner Wiederwahl am 24. April bei der Regierungsumbildung verschiedene Schwerpunkte und Erwartungen berücksichtigen, da ihm seine Wiederwahl nur mit Unterstützung anderer politischer Lager  gelungen war. Am 12. und am 19. Juni stehen bereits die Parlamentswahlen in Frankreich an. Dort will Macron mit der neuen Regierung sowohl linke als auch konservative Wählerinnen und Wähler ansprechen.

dam/AFP/Reuters/dpa