Präsidentschaftswahl in Frankreich Macron kündigt Kandidatur für zweite Amtszeit an

Nun ist es offiziell: Emmanuel Macron tritt bei den Präsidentschaftswahlen für eine zweite Amtszeit an.
Emmanuel Macron

Emmanuel Macron

Foto: PATRICK KOVARIK / AFP

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kandidiert für eine zweite Amtszeit. »Ich bin Kandidat, um mit Ihnen gemeinsam eine französische und europäische Antwort auf die Herausforderungen des Jahrhunderts zu finden«, heißt es in einem nun veröffentlichten Schreiben des amtierenden Präsidenten an seine Landsleute. Er müsse seinen Wahlkampf allerdings an den aktuellen Kontext anpassen, schrieb Macron.

Macron hatte nie Zweifel daran gelassen, dass er für eine zweite Amtszeit antreten wollte. Der Präsident hatte die Erklärung seiner Kandidatur allerdings lange hinausgezögert.

Zunächst wollte er abwarten, bis die Coronazahlen wieder zurückgehen. Dann ließ ihm der Ukrainekrieg wenig Zeit, um die Erklärung aufwendiger zu gestalten. Ein erstes großes Wahlkampftreffen, das für Samstag in Marseille geplant war, wurde wegen der aktuellen Lage bereits abgesagt.

Macron in Umfragen vorn

Am Freitag um 18 Uhr läuft die Frist für die Bewerber ab, um die nötigen 500 Unterschriften von Bürgermeistern und Abgeordneten für eine Kandidatur zu sammeln. Gewählt wird am 10. und 24. April.

In Umfragen liegt Macron seit Wochen stabil vorn. Derzeit kommt er auf etwa 25 Prozent, gefolgt von der Rechtspopulistin Marine Le Pen mit 17 Prozent und dem rechtsextremen Politiker Éric Zemmour mit 14 Prozent. Demnach könnten Macron und Le Pen wie bereits 2017 in der Stichwahl gegeneinander antreten.

Die rechtskonservative Kandidatin Valérie Pécresse ist auf zwölf Prozent abgesunken und liegt nahezu gleichauf mit dem Linkskandidaten Jean-Luc Mélenchon. Von den weiteren grünen, sozialistischen und linken Kandidaten und Kandidatinnen schafft es in den Umfragen derzeit niemand in den zweistelligen Bereich.

asc/AFP/Reuters/dpa