Überfahrt nach Großbritannien Frankreich rettet 46 Migranten im Ärmelkanal aus Seenot

So viele Menschen wie noch nie versuchten zuletzt, über den Ärmelkanal aus Frankreich nach Großbritannien zu gelangen. Nun haben französische Einsatzkräfte erneut Dutzende gerettet. Einige waren bereits unterkühlt.
Gefährliches Transportmittel für die offene See: Von Migranten genutzte Schlauchboote im englischen Dover

Gefährliches Transportmittel für die offene See: Von Migranten genutzte Schlauchboote im englischen Dover

Foto: Dan Kitwood / Getty Images

Mehr als 2000 Menschen versuchten im Juni über den Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen. Es ist die höchste Zahl, die je binnen einem Monat registriert wurde, meldet die BBC . Allein am Dienstag kamen demnach 150 Menschen in vier Booten auf der Insel an.

Nun haben französische Einsatzkräfte abermals 46 Migranten aus Seenot gerettet. Die Menschen hatten in kleinen Booten versucht, nach Großbritannien zu gelangen, teilten die französischen Behörden am Dienstag mit. Demnach seien drei Operationen nötig gewesen, um die Menschen in Sicherheit zu bringen. Mehrere seien krank oder unterkühlt gewesen.

Die Zahl der Versuche, von Frankreich aus illegal den Ärmelkanal Richtung Großbritannien zu überqueren, ist zuletzt auch im Jahresvergleich deutlich gestiegen. 2020 waren mehr als 9500 Menschen nach Großbritannien übergesetzt oder hatten dies versucht – viermal so viel wie 2019.

Sechs Menschen starben, drei weitere wurden für vermisst erklärt. Die Überfahrt ist aufgrund des starken Schiffsverkehrs und trügerischer Strömungen riskant, oft sind die Boote der Flüchtlinge untauglich.

fek/AFP