Präsidentschaftswahl in Frankreich Staatschefs gratulieren Macron zum Wahlsieg

Der Wahlsieg des liberalen Amtsinhabers Emmanuel Macron bei den französischen Präsidentschaftswahlen beruhigt Demokraten weltweit. Neben US-Präsident Biden gratulierte Wolodymyr Selenskyj dem »wahren Freund«.
Präsident Emmanuel Macron und Ehefrau Brigitte Macron

Präsident Emmanuel Macron und Ehefrau Brigitte Macron

Foto: Johanna Geron / REUTERS

Die Franzosen haben Emmanuel Macron erneut zum Präsidenten gewählt. US-Präsident Joe Biden hat seinem Amtskollegen zu seiner Wiederwahl als französisches Staatsoberhaupt gratuliert. »Frankreich ist unser ältester Verbündeter und ein wichtiger Partner bei globalen Aufgaben«, schrieb Biden am Sonntagabend bei Twitter. Er freue sich auf die Weiterführung einer engen Kooperation etwa bei der Unterstützung der Ukraine, der Verteidigung der Demokratie und beim Kampf gegen den Klimawandel.

Macron versuchte sich als Krisendiplomat

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron zur Wiederwahl gratuliert und ihn als »wahren Freund« bezeichnet. Er schätze die Unterstützung Frankreichs, schrieb Selenskyj in der Nacht zum Montag bei Twitter. »Und ich bin überzeugt: Wir schreiten zusammen zu neuen gemeinsamen Siegen. In ein starkes und geeintes Europa.« In den vergangenen Monaten versuchte sich Macron als Krisendiplomat und telefonierte mehrfach mit Kremlchef Wladimir Putin – zeigte sich jedoch später frustriert über die Gespräche.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron nach dessen Wiederwahl in einem äußerst knapp gehalten Glückwunschtelegramm gratuliert. »Ich wünsche Ihnen aufrichtig Erfolg bei der Staatsführung, eine feste Gesundheit und Wohlergehen«, heißt es in dem Telegramm, das der Kreml am Montag auf seiner offiziellen Webseite veröffentlichte. Gewöhnlich sind solche Gratulationen ausführlicher und enthalten auch Wünsche zur weiteren Gestaltung der bilateralen Beziehungen.

Nach vorläufigem amtlichen Endergebnis gewann der liberale Amtsinhaber die Präsidentschaftswahl mit 58,55 Prozent der Stimmen klar. Er büßte allerdings im Vergleich zur Wahl von 2017, als er auf 66,1 Prozent kam, deutlich an Stimmen ein. Seine rechte Herausforderin Marine Le Pen kam auf 41,45 Prozent der Stimmen, wie das Innenministerium in Paris nach Auszählung aller Stimmen der zur Wahl registrierten Wähler in der Nacht zum Montag mitteilte. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei rund 72 Prozent.

Der französische Staatschef hat weitreichende Machtbefugnisse und amtiert fünf Jahre. Etwa 48,7 Millionen Französinnen und Franzosen waren zur Wahl eingeschrieben. In der ersten Runde vor zwei Wochen traten zwölf Kandidatinnen und Kandidaten an. Die traditionellen Volksparteien der Sozialisten und Republikaner fuhren historisch schlechte Ergebnisse ein. Sowohl die Stichwahl als auch der erste Wahlgang zeigten, wie tief gespalten die französische Gesellschaft ist.

muk/dpa