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Anti-IS-Koalition Frankreich verlegt Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer

Um die Koalition im Kampf gegen den IS im Nahen Osten zu unterstützen, schickt Frankreich seinen Flugzeugträger "Charles de Gaulle". Auch Deutschland soll an der Eskorte im Mittelmeer teilnehmen.
Der Flugzeugträger "Charles de Gaulle" wird zeitweise ins Mittelmeer verlegt

Der Flugzeugträger "Charles de Gaulle" wird zeitweise ins Mittelmeer verlegt

Foto: JEAN-PAUL PELISSIER/ AFP

Frankreich will den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" zeitweise ins östliche Mittelmeer verlegen, um die internationale Koalition im Kampf gegen die Terrormiliz IS unterstützen. Der Flugzeugträger werde von Januar bis April im Nahen Osten für die Operation "Chammal" eingesetzt, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei seiner Neujahrsansprache an die Armee auf dem Militärflugplatz Orléans-Bricy. Anschließend solle die "Charles de Gaulle" in die Atlantik- und Nordsee-Region entsandt werden.

Mehrere Länder, darunter Deutschland, würden an der Eskorte der "Charles de Gaulle" teilnehmen, sagte Macron. Diese europäische Streitmacht werde die transatlantische Verbindung und die Nato stärken, sagte er. Der Flugzeugträger war nach Angaben des Verteidigungsministeriums bereits im vergangenen Jahr im Rahmen der Operation Chammal für einen Monat im östlichen Mittelmeer stationiert gewesen. Die Militäroperation ist der französische Beitrag zur internationalen Anti-IS-Koalition.

Seit 2014 beteiligt sich Frankreich im Rahmen der Operation "Chammal" am Kampf gegen den IS, erst mit Aufklärungsflügen im Irak, dann durch Luftangriffe in Syrien. Bereits im Februar 2015 startete "Charles de Gaulle" erstmals, um die Anti-IS-Koalition zu unterstützen, damals war der Flugzeugträger im Persischen Golf unterwegs. Sechs Wochen vor dem Start der Mission hatte es im Januar 2015 den Anschlag auf "Charlie Hebdo" gegeben.

hba/dpa