»Aufgrund des Wetters« US-Präsident Biden reist frühzeitig vom G7-Gipfel ab

Heute endet der G7-Gipfel in Bayern, morgen beginnt der Nato-Gipfel in Madrid – wo sich fast alle Teilnehmenden wiedersehen werden. Doch nun wird US-Präsident Biden nicht am G7-Abschluss teilnehmen.
US-Präsident Joe Biden bei den Besprechungen der G7-Runde auf Schloss Elmau

US-Präsident Joe Biden bei den Besprechungen der G7-Runde auf Schloss Elmau

Foto: REUTERS

Am frühen Nachmittag endet der G7-Gipfel in Bayern. US-Präsident Joe Biden wird jedoch frühzeitig aus Bayern abreisen. Das teilte das Weiße Haus am Rande des G7-Gipfels mit. Biden werde »aufgrund des Wetters« nicht an einer für den Dienstagvormittag geplanten Arbeitssitzung teilnehmen können. Was genau damit gemeint ist, wurde zunächst nicht näher ausgeführt.

Biden – wie auch die übrigen, noch anwesenden Staats- und Regierungschefs des G7-Spitzentreffens – reist weiter nach Madrid. Dort findet am Mittwoch und Donnerstag der Nato-Gipfel statt. Spaniens König Felipe lädt die Staats- und Regierungschefs des Bündnisses am Dienstagabend zu einem Galadinner ein. Die Begründung des Weißen Hauses, dass ausgerechnet Biden frühzeitig abreisen muss, wirft daher Fragen auf.

Noch am Vormittag war Biden zu einer letzten Arbeitsrunde mit Kanzler Olaf Scholz (SPD), dem britischen Premierminister Boris Johnson, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi zusammengekommen. Nach SPIEGEL-Informationen verließ die US-Delegation Schloss Elmau schließlich um 10.59 Uhr.

Letzte Arbeitsrunde ohne Biden

Die übrigen Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten waren derweil zum Abschluss ihres Gipfeltreffens zu einer letzten Arbeitssitzung zusammengekommen. Laut Bundesregierung geht es dabei um die Stärkung von Demokratien in aller Welt. Auf einer letzten Pressekonferenz wird Scholz dann über die Ergebnisse des Gipfels informieren. Der Beginn der Pressekonferenz ist auf 12 Uhr angesetzt.

Zur Gruppe der sieben (G7) gehören neben Deutschland die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel nahmen am Gipfel teil. Scholz hatte zudem fünf Gastländer eingeladen. Mit Indien, Indonesien, Südafrika, dem Senegal und Argentinien sprachen die G7 am Montag über die Klimakrise, Energiesicherheit und die drohende Ernährungskrise.

mrc/dpa
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