»Galaxy Leader« Autofrachtschiff im Roten Meer laut Eigentümer per Helikopter geentert
Der Autofrachter »Galaxy Leader«: Kommunikation mit Eigentümer abgebrochen
Foto: Kristijan Bracun / APDas gekaperte Frachtschiff »Galaxy Leader« wurde am 19. November »illegal von Militärangehörigen per Hubschrauber geentert« und liegt nun im Hafen von Hudaida im Jemen vor Anker, teilte der Eigentümer des Schiffes mit. »In der Folge brach die Kommunikation mit dem Schiff vollständig ab«, so die auf der Isle of Man registrierte Firma »Galaxy Maritime Ltd.« in einer Erklärung. »Als Schifffahrtsunternehmen wird die Firma die politische oder geopolitische Situation nicht weiter kommentieren.«
Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen veröffentlichten Videoaufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie bewaffnete Männer aus einem Hubschrauber abspringen und das Frachtschiff im südlichen Roten Meer mutmaßlich in ihre Gewalt bringen.
Yemen's Houthis show its hijacking of an Israeli-linked shipping vessel in the Red Sea yesterday. pic.twitter.com/FfIm8QRNT2
— Emanuel (Mannie) Fabian (@manniefabian) November 20, 2023
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Die Huthi-Rebellen hatten am Sonntag mitgeteilt, ein israelisches Schiff aufgrund der Angriffe Israels im Gazastreifen gekapert zu haben. Israel dementierte jedoch schnell, dass es sich um ein israelisches Schiff handelte.
Das Autofrachtschiff »Galaxy Leader« fährt unter der Flagge der Bahamas und wird von der japanischen Firma Nippon Yūsen (NYK Line) gechartert. Diese teilte mit, dass sie vom britischen Unternehmen Galaxy Maritime über den Vorfall informiert worden sei. Das Unternehmen habe ein Einsatzteam gebildet, um Informationen zu sammeln und die Sicherheit der 25-köpfigen Besatzung zu gewährleisten.
Israelischen Angaben zufolge war der Frachter zwischen der Türkei und Indien unterwegs. Die Besatzung besteht demnach aus Ukrainern, Bulgaren, Philippinern und Mexikanern. Israelische Staatsbürger waren nicht an Bord.
Japan vermittelt, Iran dementiert Beteiligung
Japan kündigte an, bei der Freigabe des Frachtschiffes zu vermitteln. Tokio stehe »in Kontakt mit Israel«, erklärte die japanische Außenministerin Yōko Kamikawa. »Zusätzlich zur direkten Kontaktaufnahme mit den Huthi-Rebellen drängen wir auch Saudi-Arabien, Oman, Iran und andere betroffene Länder, die Huthi-Rebellen nachdrücklich zur baldigen Freilassung des Schiffes und der Besatzungsmitglieder aufzufordern«.
Iran dementierte unterdessen eine Verstrickung in die Entführung des Frachtschiffes. Widerstandsgruppen der Region träfen Entscheidungen auf Grundlagen ihrer eigenen Interessen, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Nasser Kanaani, bei einer Pressekonferenz in Teheran.
Das Büro des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanyahu machte Iran direkt für den Angriff verantwortlich und sprach von einem weiteren Akt des iranischen Terrorismus. Teherans Außenamtssprecher wies diese Vorwürfe zurück.