Deutliche Stimmenmehrheit Wahlsieg für Gambias Präsidenten

Das kleine westafrikanische Land Gambia hat gewählt – und Amtsinhaber Adama Barrow als Präsidenten bestätigt. Die Abstimmung galt als Bewährungsprobe für Gambias junge Demokratie.
Alter und neuer Präsident Gambias: Adama Barrow

Alter und neuer Präsident Gambias: Adama Barrow

Foto: ZOHRA BENSEMRA / REUTERS

Bei der Präsidentenwahl in Gambia hat Amtsinhaber Adama Barrow einen deutlichen Sieg errungen. Wie die Wahlkommission mitteilte, kam er nach dem Ende der Auszählung auf rund 457.500 Stimmen. Mit deutlichem Abstand folgt demnach auf Platz zwei Ousainou Darboe mit rund 238.000 Stimmen.

Die Abstimmung gilt als Bewährungsprobe für die erst vier Jahre alte Demokratie in dem kleinen westafrikanischen Staat. Es war die erste Wahl ohne Yahya Jammeh, der lange Jahre diktatorisch als Staatschef geherrscht hatte. Jammeh war 2016 von einer Koalition unter dem jetzigen Präsidenten Barrow gestürzt und nach Äquatorial-Guinea ins Exil geschickt worden.

Das englischsprachige Gambia, ein Land von etwa einem Viertel der Größe der Schweiz, grenzt im Norden, Osten und Süden an den frankophonen Senegal und hat gut zwei Millionen Einwohner. Nach den Tabellen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) zählt es zu den 20 ärmsten Ländern der Welt.

Nach ersten Zwischenergebnissen, die für einen Sieg Barrows sprachen, hatte sich Darboe am Nachmittag zunächst geweigert, seine Niederlage einzugestehen.

atb/dpa

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