Gazastreifen Israel kontert Angriffe der Hamas

Die Hamas und Israel setzen ihre Angriffe fort. Nach neuen Raketenattacken aus dem Gazastreifen beschoss die israelische Luftwaffe Ziele der dort herrschenden Islamisten.
Rauchwolken nach israelischen Angriffen im Gazastreifen

Rauchwolken nach israelischen Angriffen im Gazastreifen

Foto: STAFF / REUTERS

Die internationalen Vermittlungsversuche sind offenbar nach wie vor erfolglos. Israel hat Raketenangriffe der Hamas aus dem Gazastreifen am frühen Morgen mit Vergeltungsangriffen seiner Luftwaffe beantwortet. Dabei sei unter anderem eine Werkstätte zur Waffenherstellung getroffen worden, teilte die israelische Armee mit. Zuvor waren sechs Geschosse aus dem Küstenstreifen auf Israel abgefeuert worden.

Im Süden Israels ertönten am Freitagmorgen Alarmsirenen wegen der Raketen. Die Hamas erklärte, die Raketenangriffe seien eine "direkte Reaktion auf die Eskalation der israelischen Besatzer".

Militante Palästinenser hatten zudem am Donnerstag erneut zahlreiche Brand- und Sprengstoffballons auf die israelische Seite der Grenze geschickt. Daraufhin hatte Israels Armee bereits mit Jets und einem Panzer einen Hamas-Militärposten sowie eine unterirdische Einrichtung angegriffen. Es gab zunächst keine Berichte zu möglichen Opfern.

Die Hamas herrscht seit 2007 im Gazastreifen. Israel hatte damals eine Blockade des Gebiets verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitserwägungen. Rund zwei Millionen Einwohner leben unter sehr schlechten Bedingungen in dem Küstenstreifen am Mittelmeer.

Der erneute wechselseitige Beschuss ereignete sich vor dem Hintergrund internationaler Vermittlungsversuche. Vor wenigen Tagen hatte der katarische Gesandte Mohammed El-Emadi nach Angaben aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen jeweils separat Gespräche mit Vertretern der Hamas und Israels geführt. Zuvor hatte bereits eine ägyptische Delegation versucht zu vermitteln.

Ägypten und Katar waren maßgeblich an einem Waffenstillstand beteiligt, den die Hamas im vergangenen Jahr mit Israel abgeschlossen hat. Das Abkommen konnte jedoch wiederholt militärische Eskalationen nicht verhindern.

als/dpa/AFP
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