Nach mehr als 30 Jahren Der Irak hat Reparationen an Kuwait für Golfkrieg abbezahlt

Saddam Hussein erklärte Kuwait im Golfkrieg 1990 kurzerhand zur »19. Provinz« seines Landes. Nun, Jahrzehnte nach der Invasion und der Besetzung des Emirats, hat der Irak alle Entschädigungszahlungen abgeschlossen.
US-Soldaten in der saudi-arabischen Wüste (1990)

US-Soldaten in der saudi-arabischen Wüste (1990)

Foto: PASCAL GUYOT/ AFP

Nach mehr als 30 Jahren hat der Irak alle Kriegsreparationen an Kuwait aus dem Golfkrieg von 1990 gezahlt. Eine Uno-Kommission legte am Mittwoch in Genf einen Bericht vor, nach dem der Irak insgesamt 45,9 Milliarden Euro zahlte. Am 2. August 1990 war die irakische Armee in das benachbarte Emirat einmarschiert. Der damalige irakische Machthaber Saddam Hussein erklärte Kuwait zur »19. Provinz« seines Landes.

Sieben Monate später wurde die Annexion nach dem Einschreiten einer internationalen Militärkoalition unter Führung der USA beendet. Der Uno-Sicherheitsrat beschloss 1991 die Resolution 692, in der die Entschädigungszahlungen für Kuwait festgelegt und durch eine Kommission verwaltet wurden. Die Uno-Kommission zog das Geld über eine fünfprozentige Steuer auf Öl und andere Produkte der Ölindustrie ein.

Das Geld wurde an Privatleute, Unternehmen, Regierungseinrichtungen und andere Organisationen ausgezahlt, die durch die irakische Invasion geschädigt worden waren. Seit dem Golfkrieg wurden 2,7 Millionen Entschädigungsanträge gestellt. Ein Siebtel der beantragten Summen wurde den Antragstellern gewährt.

In dem Schlussbericht der Uno-Kommission heißt es, die Wiedergutmachung habe zu einer »Versöhnung« nach dem Krieg beigetragen und die »Bedeutung internationalen Rechts gezeigt«.

kim/AFP/Reuters