Ceuta und Melilla Grenzen zu spanischen Enklaven sollen wieder geöffnet werden

Wegen der Coronapandemie wurden die Grenzen zu den spanischen Enklaven Ceuta und Melilla auf dem afrikanischen Kontinent geschlossen – eine neue Vereinbarung soll das nun ändern.
Marokkos Außenminister Nasser Bourita (links) und sein spanischer Amtskollege José Manuel Albares

Marokkos Außenminister Nasser Bourita (links) und sein spanischer Amtskollege José Manuel Albares

Foto: FADEL SENNA / AFP

Spanien und Marokko haben die Wiederöffnung der Grenzen zu den spanischen Exklaven Ceuta und Melilla vereinbart. »Wir haben eine endgültige Einigung darüber erzielt, dass die Landgrenzen zu Ceuta und Melilla in den nächsten Tagen wieder geöffnet werden«, sagte der spanische Außenminister José Manuel Albares bei einem Treffen in Marrakesch. Demnach sind vor der tatsächlichen Grenzöffnung allerdings noch »praktische Fragen« zu klären.

Die einzigen Landgrenzen eines EU-Landes mit einem afrikanischen Staat waren im Frühjahr 2020 im Zuge der ersten Welle der Coronapandemie geschlossen worden. Wegen diplomatischer Spannungen zwischen Madrid und Rabat blieb es dabei. In den vergangenen Wochen hatten sich die beiden Länder aber wieder angenähert.

Diplomatischer Kurswechsel im März

Die spanische Regierung vollzog im März nach langem Streit über Marokkos Kontrolle über die Westsahara einen diplomatischen Kurswechsel. Madrid erkannte den marokkanischen Autonomieplan für das umstrittene Gebiet an, der unter anderem vorsieht, der Westsahara eine Autonomie unter marokkanischer Souveränität anzubieten. Seitdem wurden etwa Fährverbindungen zwischen Spanien und Marokko wieder aufgenommen und Programme zur polizeilichen Zusammenarbeit gestartet.

ani/AFP
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