Die griechische Polizei hat an der türkisch-griechischen Grenze erneut Tränengas auf Schutzsuchende abgefeuert. Hunderte Geflüchtete, darunter viele Kinder, warten hier nach wie vor auf eine Möglichkeit, nach Griechenland und somit in die EU zu gelangen. Die griechische Grenzpolizei setzte erneut auch Wasserwerfer ein.
Verletzte werden auf der türkischen Seite in einem Sanitätszelt versorgt. Ende Februar hatte die Türkei erklärt, Migranten nicht länger davon abhalten zu wollen, die Grenze zur EU zu passieren. Seither versuchen tausende Menschen, über Griechenland in die Europäische Union zu gelangen.
Unterdessen entschied die Bundesregierung am Montagmorgen, 1000 bis 1500 Kinder aus den überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufzunehmen, wenn sich weitere europäische Staaten ebenfalls dazu bereit erklärten. Der Entschluss beschränkt sich auf besonders schutzbedürftige Kinder, die entweder wegen einer schweren Erkrankung dringend medizinisch behandelt werden müssen oder aber unbegleitet und jünger als 14 Jahre alt sind. Die meisten dieser Kinder sind Mädchen.
Der türkische Präsident Erdogan will am Montag nach Brüssel reisen, um mit der EU über die Flüchtlingssituation zu sprechen. Die EU will Erdogan nur dann weitere Finanzhilfe für die mehr als drei Millionen syrischen Geflüchteten in der Türkei gewähren, wenn er die Menschen nicht weiter nutze, um politischen Druck auszuüben, so der EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn.