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Urteil in Griechenland Brandstifter im Lager Moria müssen fünf Jahre ins Gefängnis

Durch ein Feuer wurde auf der Insel Lesbos das Camp Moria, größtes Flüchtlingslager in der Ägäis, fast völlig zerstört. Ein griechisches Gericht verhängte gegen zwei junge Migranten jetzt lange Haftstrafen.
Feuer im Camp Moria im September vergangenen Jahres

Feuer im Camp Moria im September vergangenen Jahres

Foto: MANOLIS LAGOUTARIS / AFP

Die griechische Justiz hat zwei junge Migranten wegen Brandstiftung im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos zu langen Haftstrafen verurteilt. Die jeweils 17-jährigen Afghanen müssen für fünf Jahre ins Gefängnis.

Beide Beschuldigten legten Berufung ein. Sie wurden vorerst in ein Jugendgefängnis nördlich von Athen gebracht.

Anfang September hatte ein Feuer im Camp Moria, dem größten Flüchtlingslager in der Ägäis, gewütet. Das Lager wurde dabei fast völlig zerstört. Die etwa 13.000 Bewohner wurden später in ein anderes Camp gebracht.

Nach den Bränden hatten die griechischen Behörden sechs junge Afghanen wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen. Zwei von ihnen wurden nun verurteilt. Vier weitere Verdächtige befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Legal Centre of Lesbos handelt es sich bei ihnen um unbegleitete Minderjährige.

als/AFP