Vorfall in 6000 Meter Höhe Türkische Kampfbomber überfliegen offenbar griechische Inseln

Das Verhältnis zwischen Griechenland und der Türkei ist seit Jahrzehnten angespannt. Nun sind Flugzeuge der beiden Nato-Staaten in der Luft erneut aneinandergeraten – wohl über bewohntem Gebiet.
Türkischer F-16-Jet (Symbolfoto)

Türkischer F-16-Jet (Symbolfoto)

Foto: MURAD SEZER/ REUTERS

Im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Griechenland sind sich die Luftstreitkräfte der beiden Nato-Staaten offenbar abermals bedrohlich nahegekommen. Wie der griechische Generalstab mitteilte, hatten türkische Kampfbomber des Typs F-16 die Inseln Inousses, Arki und Lipsi in der östlichen Ägäis in einer Höhe von rund 6000 Metern überflogen. Auf den Inseln wohnen insgesamt einige Hundert Menschen.

Griechische Jets hätten die türkischen Flieger abgefangen, hieß es in einem Bericht des griechischen Staatssenders ERT. Der Vorfall ereignete sich trotz der Bemühungen um Entspannung zwischen Nachbarstaaten, deren Verhältnis seit Jahrzehnten angespannt ist.

Erst vor zehn Tagen hatten sich der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan und der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis bei einem Treffen in Istanbul darauf verständigt, angesichts des Ukrainekriegs ihre stark belasteten Beziehungen zu verbessern. Als Länder der Südostflanke der Nato hätten sie eine besondere Verantwortung für die Stabilität der europäischen Sicherheitsarchitektur. Diese habe sich mit dem russischen Angriff verändert, hieß es.

Nach Angaben des griechischen Generalstabs haben türkische Kampfbomber im Januar und Februar insgesamt 30 Mal griechisches Territorium überflogen. Die Überflüge gelten als schwere Verletzung der Souveränität eines Landes. Die EU hat diese Aktionen der Türkei wiederholt verurteilt.

fek/dpa
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