Zustand verbessert Boris Johnson hat Intensivstation verlassen

Nach vier Tagen auf der Intensivstation ist Boris Johnson wieder in regulärer medizinischer Betreuung. Das teilte eine Regierungssprecherin mit.
Britischer Premier Johnson: auf dem Weg der Besserung

Britischer Premier Johnson: auf dem Weg der Besserung

Foto: Matt Dunham/ AP

Nach seiner schweren Covid-19-Erkrankung ist der britische Premierminister Boris Johnson offenbar auf dem Weg der Besserung. Wie Sprecher mitteilten, sei Johnson wieder auf die normale Krankenstation verlegt worden.

Dort werde Johnson "während der ersten Phase seiner Erholung" engmaschig überwacht. Der Premier sei sehr guter Dinge. Zuvor hatte Kulturminister Oliver Dowden dem Sender BBC bereits mitgeteilt, Johnsons Zustand habe sich nach der dritten Nacht auf der Intensivstation gebessert. Johnson habe sich aufsetzen und mit dem medizinischen Personal sprechen können, sagte Dowden.

Johnson war Ende März positiv auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 getestet worden und am 5. April in ein Londoner Krankenhaus eingeliefert worden. Kurz darauf wurde er als Vorsichtsmaßnahme auf die Intensivstation verlegt. Dort hatte er zusätzlichen Sauerstoff erhalten, musste aber nicht beatmet werden, wie ein Staatssekretär des Gesundheitsministeriums mitteilte.

Johnson hatte die Regierungsgeschäfte zunächst noch aus dem Krankenhaus weitergeführt, dann jedoch seinem Außenminister Dominic Raab übertragen. (Lesen Sie hier mehr über den Hardliner, der Johnson vertritt.) Johnson hatte am 23. März unter anderem alle Läden, die nicht der Grundversorgung dienen, schließen lassen. Sportliche Aktivitäten sind nur noch einmal am Tag und nur allein oder gemeinsam mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt.

Raab hatte möglichen Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen zuletzt eine Absage erteilt. "Wir sind noch nicht am Ende - wir müssen durchhalten", sagte Raab. Eigentlich hätten die Maßnahmen am Ostermontag überprüft werden sollen. Damit sei nun frühestens Ende kommender Woche zu rechnen, so Raab.

Großbritannien steht der Höhepunkt der Corona-Pandemie nach Ansicht von Experten erst noch bevor. Bis Mittwochabend wurden der Regierung zufolge 881 neue Todesfälle verzeichnet. Insgesamt stieg die Zahl der Toten damit auf knapp 8000. Nicht eingerechnet sind dabei bislang die Sterbefälle in Pflegeheimen. Die Zahl der positiv getesteten Personen in Großbritannien stieg auf 65.077.

fek/dpa/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.