Arbeitskampf Britischer Premier Sunak will Streikrecht einschränken

Britische Gewerkschaften kämpfen für einen Inflationsausgleich bei den Löhnen, vor allem bei Post und Bahn kommt es immer wieder zu Streiks. Der konservative Regierungschef Rishi Sunak droht nun mit »harten Gesetzen«.
Rishi Sunak: »Die Regierung war vernünftig«

Rishi Sunak: »Die Regierung war vernünftig«

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JESSICA TAYLOR / AFP

Angesichts von Streiks in mehreren Branchen in Großbritannien will Premierminister Rishi Sunak das Recht zu Arbeitsniederlegungen einschränken. Seitdem er Regierungschef ist, arbeite er an »neuen harten Gesetzen, um die Menschen vor diesen Störungen zu schützen«, sagte Sunak im britischen Parlament.

»Die Regierung war vernünftig. Sie hat die Empfehlungen eines unabhängigen Gremiums akzeptiert und in vielen Fällen höhere Lohnerhöhungen als im privaten Sektor gewährt«, sagte Sunak. Deshalb werde er entsprechende Maßnahmen ergreifen, falls sich die Gewerkschaften weiterhin »unvernünftig« verhielten.

Vor allem bei der Post und der Bahn kommt es seit Monaten immer wieder zu Streiks. Die Gewerkschaften fordern deutliche Lohnerhöhungen im Einklang mit der Inflation, die zuletzt bei mehr als elf Prozent lag. Das lehnen die Arbeitgeber ab, die dafür Rückendeckung von der konservativen Regierung haben.

Die Eisenbahngewerkschaft RMT lehnte jüngst ein neues Angebot ab, das für zwei Jahre jeweils vier Prozent mehr Lohn vorsah. Sie rief ihre Mitglieder für kommende Woche zu zwei 48-Stunden-Streiks auf und kündigte zudem einen längeren Ausstand über die Weihnachtstage an. Am 15. und 20. Dezember wollen erstmals die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des chronisch unterfinanzierten Gesundheitsdiensts NHS die Arbeit niederlegen, am 21. dann die Rettungswagenfahrer.

sak/dpa
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