Berlin, 7. Oktober
Es waren diese Bilder, die am Wochenende schockierten: Mitten in Berlin feiern Menschen den Hamas-Terror gegen Israel. Die Demo wird live gestreamt, dem Hass fliegen in sozialen Netzwerken Herzen zu.
Organisiert wurde die Kundgebung offenbar von der Vereinigung Samidoun, die Israel bereits seit einigen Jahren als terroristische Organisation einstuft. In Berlin-Neukölln sieht sich die Unterstützergruppe der »Volksfront zur Befreiung Palästinas« von den deutschen Behörden drangsaliert.
Die Texteinblendung ruft auf zum Widerstand.
Malmö, Schweden
Ähnliche Bilder wie in der deutschen Hauptstadt gab es auch anderswo in Europa:
Im schwedischen Malmö fand ein Jubel-Autokorso statt.
Manchester, Großbritannien
Und am Sonntag gingen Unterstützer der Terror-Angriffe auf die Straßen im englischen Manchester. Unter ihnen Menschen, die Sorge um ihre Familie in Gaza haben – wie die Lokalmedien hervorhoben.
Karatschi, Pakistan
Vor allem im Mittleren Osten liefen die Kundgebungen auf typische Art ab, wie hier in der größten Stadt Pakistans. Die Verbrennung von israelischen und amerikanischen Flaggen – hat geradezu Tradition. Ihrem Ziel wähnen sich die Teilnehmer hier offenbar schon nahe: So Gott will, wird die Existenz Israels bald ein Ende haben, sagt dieser Mann.
Teheran,Iran
In Iran wurde der sogenannte »Aqsa-Sturm«, wie die Hamas ihren Angriff auf Israel nennt, mit einem Feuerwerk gewürdigt. Kaum verwunderlich angesichts der Nähe des Regimes zur Hamas.
New York City, New York
In New York hingegen prallen Welten aufeinander: In der Stadt lebt immerhin die weltweit größte jüdische Community
Teilnehmer der Gegendemo
»Verdammte Mörder. Seid ihr stolz? Seid ihr so mutig, dass ihr Kinder und Frauen entführt? Kinder in Betten ersticht – sehr mutig!«
Allerdings ist auch das pro-palästinensische Lager in der Stadt stark vertreten. Organisiert wurde die Demonstration von mehreren Organisationen, darunter auch die Partei der Demokratischen Sozialisten Amerikas.
Die New Yorker Gouverneurin hatte die Kundgebungen als "moralisch verwerflich" bezeichnet.
Das tat auch Bundeskanzler Scholz, der die Jubelfeiern in Berlin nach dem Hamas-Terrorangriff aus Israel verurteilte. In der Hauptstadt nahmen außerdem etwa zweitausend Menschen an Solidaritätsbekundungen für die israelische Seite teil. Es waren deutlich mehr als die Neuköllner Hamas-Versteher.