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Hélène Thouy Präsidentin der Tiere

aus DER SPIEGEL 2/2022
Foto: Olivier Roller / Divergence

Die Gräben im beginnenden französischen Präsidentschaftswahlkampf sind tief. Aber Hélène Thouy, 38, Kandidatin der Tierschutzpartei Parti animaliste, hat einen Weg gefunden, den großen Konflikten auszuweichen, die das Land spal­ten.

Die sozialen Fragen oder die Einwanderung spielen bei ihr keine Rolle: Es geht ausschließlich um das Wohl der Tiere. Thouy fordert die Abschaffung der Massentierhaltung bis 2027, die Schließung der Zoos, außerdem will sie die Jagd verbieten lassen.

Die Anwältin, die auf dem Land in der Nähe von Bordeaux aufwuchs und im Alter von sieben Jahren aufhörte, Fleisch zu essen, hat zwar die 500 Unterschriften von Politikerinnen und Politikern noch nicht zusammen, die es in Frankreich braucht, um für die Präsidentschaft kandidieren zu können.

Doch Thouy hofft auf ausreichend viele Unterstützer – bei den Europawahlen 2019 bekam ihre Partei schließlich schon 2,2 Prozent der Stimmen. Und tatsächlich hält laut einer Umfrage vom September fast die Hälfte der Franzosen den Tierschutz für ein sehr wichtiges Thema.

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