Hilfe für Mineralölkonzern OMV Ungarn gibt nach Raffinerie-Unfall Treibstoffreserven frei

Ungarn bietet dem österreichischen Mineralölkonzern OMV Benzin- und Dieselreserven zum Kauf an. Damit sei die Kraftstoffversorgung im Land gesichert, erklärte Ungarns Minister für Technologie und Innovation.
Schwechater Raffinerie: Ein Zwischenfall in der Hauptdestillationsanlage hatte am 3. Juni 2022 zwei Leichtverletzte gefordert

Schwechater Raffinerie: Ein Zwischenfall in der Hauptdestillationsanlage hatte am 3. Juni 2022 zwei Leichtverletzte gefordert

Foto: Roland Schlager / dpa

Ungarn stellt nach einem Unfall in der Raffinerie Schwechat bei Wien dem österreichischen Ölkonzerns OMV Treibstoffreserven zur Verfügung. Die Kraftstoffreserven in Höhe von 18 Millionen Litern Benzin und 29 Millionen Litern Diesel würden der OMV zum Kauf angeboten und stünden zur Verteilung in Ungarn bereit, heißt es in einem am Samstag veröffentlichten Dokument. Die Kraftstoffversorgung in Ungarn sei damit gesichert, zitierte die ungarische Nachrichtenagentur MTI den Minister für Technologie und Innovation, Laszlo Palkovics.

Diese Maßnahmen in Kombination mit dem Teil der strategischen Treibstoffreserven, den Österreich nach dem Zwischenfall freigegeben hat, sollten ausreichen, um die Versorgungslücke an den OMV-Tankstellen bis zum Ende der Reparaturarbeiten zu überbrücken, sagte ein Sprecher der OMV. Die OMV betreibt in Ungarn etwa 200 Tankstellen.

Der Unfall ereignete sich in der Hauptdestillationsanlage der Raffinerie. Rohöl wird dort destilliert, um daraus Benzin oder Diesel zu produzieren. Ab Mitte April wurde die Anlage generalüberholt. Beim Hochfahren war es nach Angaben eines Sprechers bei einer Druckprüfung zu einem Wasseraustritt gekommen. Das hatte die Anlage erheblich beschädigt.

gro/rts
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