Sohn des gewählten US-Präsidenten Staatsanwaltschaft leitet Steuerermittlungen gegen Hunter Biden ein

In der Übergangsphase nach der Präsidentschaftswahl droht Joe Biden Ärger um seinen Sohn Hunter. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen Steuervergehen ein.
Der designierte US-Präsident Joe Biden mit seinem Sohn Hunter (Archivbild)

Der designierte US-Präsident Joe Biden mit seinem Sohn Hunter (Archivbild)

Foto: JONATHAN ERNST/ REUTERS

Gegen den Sohn des designierten US-Präsidenten Joe Biden, Hunter Biden, sind Steuerermittlungen eingeleitet worden. Das bestätigte Hunter Biden in einem Statement. Demnach ermitteln Bundesstaatsanwälte des Bundesstaates Delaware.

»Ich nehme die Sache sehr ernst, bin aber zuversichtlich, dass eine professionelle und unabhängige Untersuchung zeigen wird, dass ich meine Geschäfte legal und angemessen vollzogen habe, auch mithilfe professioneller Steuerberater«, sagte er.

Hunter Biden gratuliert seinem Vater Joe zur gewonnenen Präsidentschaftswahl

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Foto: Andrew Harnik / AP

Das Statement wurde vom Übergangsteam des designierten US-Präsidenten und seiner Vizepräsidentin Kamala Harris veröffentlicht. In einem eigenen Statement teilte es mit, dass Joe Biden sehr stolz auf seinen Sohn sei, der in den vergangenen Monaten bösartigen, persönlichen Angriffen ausgesetzt gewesen sei.

Trumps Kampagne stürzte sich auf Hunter Biden

Die Wahlkampagne des noch amtierenden Präsidenten Donald Trump hatte sich in den vergangenen Monaten mit Behauptungen auf den Sohn des späteren Wahlsiegers gestürzt. Nach einem Bericht des Boulevardblatts »New York Post« aus dem Oktober soll Hunter Biden im Jahr 2015 bei Geschäften in der Ukraine die Position seines Vaters genutzt haben, Joe Biden war damals US-Vizepräsident.

Twitter und andere soziale Netzwerke blockierten Links zur Weiterverbreitung des Artikels. »Dies ist Teil unserer Standardprozedur gegen die Verbreitung von Falschinformation«, erklärte beispielsweise Facebook. Trumps Anwalt Rudy Giuliani soll die Daten an die »New York Post« weitergeleitet haben, deren Besitzer Rupert Murdoch ein Trump-Unterstützer ist.

Die Vorwürfe gegen die Bidens sind nicht neu. Bereits im Juni 2019 hatte Trump in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf Korruptionsermittlungen gegen die Bidens gedrungen. Die US-Demokraten warfen Trump deswegen Machtmissbrauch vor und brachten ein Amtsenthebungsverfahren auf den Weg. Der Senat sprach den Präsidenten im Februar allerdings frei.

hba/Reuters/AFP
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