Panne bei der Wartung Indien schießt Rakete nach Pakistan

Indien hat eine Rakete nach Pakistan geschossen – angeblich wegen eines technischen Problems. Sie habe ziviles Eigentum zerstört, heißt es aus Islamabad. Die Beziehungen zwischen den Atommächten sind seit 1947 angespannt.
Raketenwerfer der indischen Armee

Raketenwerfer der indischen Armee

Foto: Tsering Topgyal/ AP

Es ist ein Zwischenfall, der in einer derart angespannten Lage nicht passieren dürfte: Indien hat Regierungsangaben zufolge versehentlich eine Rakete nach Pakistan geschossen. Der Grund sei eine technische Panne bei routinemäßigen Wartungsarbeiten gewesen, teilte das Verteidigungsministerium in Neu-Delhi mit. Der Vorfall sei demnach zutiefst bedauerlich, aber es sei auch eine Erleichterung, dass es bei dem Unfall am Mittwoch keine Toten gegeben habe. Die indische Regierung habe eine Untersuchung angeordnet.

Ständige Spannungen zwischen Atommächten

Indien und Pakistan sind Atommächte und Nachbarländer. Ihre Beziehung ist sehr angespannt. Beide waren früher Teil des britischen Kolonialreichs – mit der Unabhängigkeit wurde dieses 1947 in die beiden Länder gespalten. Sie haben andauernde Auseinandersetzungen um die Herrschaft über die Kaschmir-Region im Himalaja an ihrer Grenze. Auch führten sie bereits mehrere Kriege gegeneinander.

Das Außenministerium in Pakistan hatte am Donnerstag von einer unprovozierten Verletzung pakistanischen Luftraums »mit einem fliegenden Überschall-Objekt indischen Ursprungs« gesprochen und den Geschäftsträger (Charge d'Affaires) Indiens in Islamabad einbestellt. Das fliegende Überschall-Objekt habe ziviles Eigentum zerstört und Flugzeuge im pakistanischen Luftraum gefährdet, was zu einem schlimmen Unglück hätte führen können, kritisierte das Ministerium.

col/dpa
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